Selent – kein Platz für Kinder und Jugendliche?

Dieser Gedanke drängt sich mir auf, wenn ich das aktuelle Geschehen rund um die Bebauung im Blomenburg-Park betrachte. Dort sollen im Endausbau ca. 300 neue Wohneinheiten entstehen, und es war ein Spielplatz geplant, der nun im Zuge der zur Zeit diskutierten B-Plan-Änderung ersatzlos gestrichen werden soll.

Von Seiten des Investors kann ichs nachvollziehen – Arrondierung des entsprechenden Quartiers und vielleicht Gewinnmaximierung durch einen zusätzlichen Bauplatz in prominenter Lage. Dass die Gemeindevertreter dazu aber noch keine Stellung bezogen haben – quer durch alle Fraktionen wurde es bislang »zur Kenntnis genommen«, wie mensch so schön sagt – ist aber schon erschreckend.

Aber es passt ins Bild – wir haben derzeit einen einzigen Spielplatz, der noch dazu am Rande von Selent liegt. Vor einigen Jahrzehnten war bei der Erschliessung eines neuen Baugebiets ein Spielplatz geplant, aber man ließ sich mit der Umsetzung so lange Zeit, dass seine Errichtung obsolet wurde und man die Fläche an einen Grundstücksnachbar verkaufte.

Als ich auf der öffentlichen Bürgeranhörung im Juni dies angesprochen habe, stellte der Eigentümer des Blomenburg-Geländes, Dietmar Hartmann, es richtig — geplant seien mehrere Angebote für Kinder und Jugendliche im Park-Gelände, darunter ein »Pfad der Sinne« nach Kückinghaus Kükelhaus.

Naja, geplant wurde auf der Burg schon einiges…1 Und wie ich zwischenzeitlich von einer Mitarbeiterin vernehmen durfte, ist die derzeitige Sprachregelung, »der ganze Park ist ein Pfad der Sinne«.
Edit 23.11.06: Ich hatte gestern nachmittag ein langes und intensives Gespräch mit dem Investor, Dietmar Hartmann, und musste feststellen, dass ich die Äusserung seiner Mitarbeiterin falsch ausgelegt hatte.
Er ist fest entschlossen, im Park- und Waldgelände Erlebnispunkte für Kinder und Jugendliche einzurichten, an denen sie unsere Umwelt und die uns umgebende Natur hautnah erleben, be«greifen« können, als Gegenpol zu der reizüberfluteten Bildschirm-Kost, mit der Kinder heutezutage aufwachsen.

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  1. Ich halte mehr von verlässlichen, schriftlichen Zusagen. [back]

Utn Dörp – de Kark sölt in Dörp blieven oder de Paster sien nies Kleid

»Laßt die Kirche man im Dorf«, dieser Spruch wird gern in politischen Kreisen verwandt, wenn es um Neues, allzu Ungewohntes geht. Vor ein paar Tagen, bei einer erregten Diskussion am Tresen unseres Gasthofs kam mir der Spruch wieder in den Sinn. Die Kirche, beziehungsweise der Förderverein zur Restaurierung unserer St. Servatius-Kirche (näheres hier) hat dies eben nicht getan.

Naja, der Kirchenbau steht weiter im Dorf, aber: Es soll ein Benefizessen zur Unterstützung der Kirchenrenovierung veranstaltet werden. Laut eines Berichtes in den KN findet es in Damdorf, kurz vor Preetz also, statt. Also — nicht nur ausserhalb Selents, sondern auch ausserhalb des Kirchspiels. Und nun erregen sich die Gemüter im Dorf, und viele meinen, dass die Kirche es nicht nötig hätte, von den Selentern unterstützt zu werden, wenn sie es nicht für nötig hält, das Essen in Selent auszurichten.

Ja, was solls, denken viele, halt überkommenes dörfliches Denken, Kleingeisterei, hat sich gehabt. Vielleicht, aber nicht bei uns auf dem Lande, wo alles ein fragiles Gleichgewicht des Gebens und Nehmens ist. Ich wollte es vor einigen Jahren auch nicht wahrhaben, sehe nun aber seinen Sinn. Weshalb soll ich mich für meinen Nächsten einsetzen, wenn ich für ihn keines Gedankens wert bin? Die Kraft jedes Einzelnen ist nicht unendlich…

Ich weiss schon genau, dass wir dies Thema irgendwann im Selenter Wirtschaftsverein haben werden. Wir haben einige hundert Euro für die Kirchenrenovierung gespendet – und nun wird die Auftaktveranstaltung nicht beim Selenter Kröger abgehalten? Schwer zu vermitteln.
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Blogintern: Neue Kategorie

Utn Dörp — Eine Kolumne über Klatsch & Tratsch aus dem Dorf, Geschichten, bei denen meine eigene Stimme unüberhörbar an die Oberfläche tritt, die landläufige Meinung zu übertönen versucht und deshalb nicht allzuernst genommen werden sollte. Frank Hunck pur.

Jou, war notwendig. Ich habe mich bislang drauf beschränkt, meine Artikel aus dem Dorf so objektiv wie möglich zu verfassen, vernünftige Berichterstattung halt. Aber das ist frustrierend, hin und wieder sollte mensch auch mal die Sau rauslassen können (als ob ich das könnte…), subjektive Eindrücke vermitteln, bisschen über die Stränge schlagen halt.

Wo bleibt da die eigene Meinung, die Lust an der Sache? Auf der Strecke natürlich. Und irgendwann hängt es einem zum Halse raus. Denn, mensch wird für die objektive Berichterstattung nicht bezahlt, nein, es ist der eigener Anspruch…

Unsere Printmedien haben da weniger Probleme mit. Halt — so meine ich es denn auch wieder nicht, dem auflagenstarkes Organ mit fetten Überschriften und vielen bunten Bildern will ich nicht nacheifern (Grund siehe hier), einfach ein Kolumnenbereich, in dem ich ein bißchen ablästern kann.

Der Tipp dazu kam aus berufener Feder — greif ich gerne auf, vielleicht belebt es die Diskussion hier auch »a bissle«. Der eine oder andere Artikel wird sich aus der provinziellen Enge befreien wollen, aber man schaun…

Urgh – Schreibblockade? Schreibblockade!

Und ich wollte doch zum Akquirieren (Blogkarneval) was schreiben, von selenter Themen ganz zu schweigen. Aber was ist? Projekte fordern Aufmerksamkeit von mir, und im Privaten zeichnen sich weitgehende Entscheidungen an, alles zusammen wirft mich total aus der Bahn.

Ok, such is life, weitermachen. Wieder reinfinden, es ist so wie es ist. Nobody is perfect ;-)

Mir wird schlecht, wenn ich an meinen RSS-Reader denke… soll ich die ganzen Beiträge etwa noch lesen? EMail abrufen hat wenigstens noch geklappt!

Ähem — rotwerd… und ich hab diesen Artikel umdatiert. Er stand ab dem 26. in der Pipeline… Also, die folgenden erscheinen mit dem heutigen Datum, das seht Ihr ja dann!

Blogintern: Slimstat mag keine grossen Zahlen

Zum schnellen Monitoring der Benutzerzugriffe läuft wp-slimstat auf meinem Blog. Ohne Probleme, bis die Datentabelle rund 10 MB umfasste. Danach setzten Fehlermeldungen ein. Jetzt ist Ruhe — Tabelle in jungfräulichen Zustand versetzt, und das Programm arbeitet wieder fehlerlos.

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