Selent – Änderung der Bebauungspläne Nr. 10 und 11

04. Nov 2006, 2:01 PM (Frank Hunck) ♥ Jugendarbeit, Politik, Selent · Translation: en fr

Die Planungen für die B-Pläne 10 und 11 der Gemeinde Selent sind einen Schritt weiter. Sie liegen derzeit in der Vorentwurfsfassung vor, die Einwendungen der Träger öffentlicher Belange (TöB) wurden auf der BUA-Sitzung vergangenen Mittwoch behandelt und zumeist wurde den Vorschlägen zur Erwiderung von Stadtplaner Bruns gefolgt. Die Änderungswünsche werden nun eingearbeitet. Danach wird auf der nächsten Gemeindevertretersitzung Anfang Dezember der Auslegungsbeschluss gefasst, sodass im Januar die Pläne von der Bevölkerung eingesehen und Einwände erhoben werden können.

Der Punkt »Kinderspielplatz«, der mich am meisten interessiert hatte, wurde erwartungsgemäss von der Ausschussmehrheit so beschieden, wie befürchtet, nämlich die Streichung befürwortet1.

Mein AFW-Kollege Hermann Köster brachte mit Vehemenz unseren Standpunkt vor (s.u.). Von den Vertretern der CDU wurde aber ins Feld geführt, dass

  1. die Vergangenheit gezeigt habe, dass Spielplätze schnell obsolet würden, wenn die Kinder größer wären.
    Fakt ist, dass in einigen Bebauungsgebieten der Vergangenheit zu lange mit der Errichtung des Spielplatzes auf dem vorgesehenen Grundstück gewartet wurde; anschliessend wurde die Fläche an einen Grundstücksnachbar veräussert;
  2. es von Nachbarn immer wieder zu Beschwerden über Lautstärke etc. kommen würde (dazu passen auch diese Artikel);
  3. und abschliessend erwähnte unsere Bürgermeisterin Antje Josten noch, dass Investor Dietmar Hartmann ein Konzept vorgelegt hätte, das viele Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche auf den Flächen des Blomenburg-Parks angedacht hätte.
    Schön, ich hoffe, dass dies Konzept allen Ausschuss-Mitgliedern vorlag, als sie ihre Entscheidung gefällt haben.
  4. die Unterhaltung vorhandenen Spielplätze die Gemeinde schon überfordern würde.
    Nun ja, soll ich mal z.B. die Kosten des Feuerwehrgerätehauses dagegenhalten?

Es geht mir aber nicht nur um den Spielraum für kleine Kinder, sondern auch um eine Kommunikationsmöglichkeit für Mütter bzw. allgemein die Erziehenden.

Heutezutage werden Spielplätze in den immer grösseren, irgendwie unpersönlichen Baugebieten zum Ersatz von Dorfangern und ähnlichen Treffpunkten, wo sich die Einwohner zu einem unverbindlichen Plausch begegneten, ohne gleich den privaten Raum öffnen zu müssen.

Aber vielleicht sehe ich das zu einseitig. Nur, in vielen Gesprächen mit Eltern habe ich es so rausgehört.

Aber, die B-Pläne sind ja noch nicht beschlossen…


  1. Aber, um korrekt zu sein, was anderes ist beim jetzigen Planungsstand auch schwierig. Denn als der Vorentwurf Mitte des Jahres abgestimmt wurde, kamen keine Gegenstimmen auf. Das heisst aber nicht, dass bei der abschliessenden Beratung nach öffentlicher Auslegung keine Änderungen mehr möglich wären, ganz im Gegenteil! [back]
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