TÜV für Blogs: So weit würde ich nicht gehen wollen

08. Mrz 2007, 2:16 AM (Frank Hunck) ♥ Blogging · Translation: en fr

Steffen Voß schlägt eine technische Qualitätsprüfung für Blogs vor:

Eine Selbstverpflichtung für Blogger oder ein Qualitätsnetzwerk ist natürlich ein Ansatz, der schon heute für eine Steigerung der Qualität von Blogs und deren Ansehen sorgen könnte. IMHO wird es neben einer Selbstverpflichtung eine technische Lösung geben, die es dem Leser ermöglicht zum einen relevante Artikel zu finden und dann zu erkennen, von welcher Qualität der Artikel ist.

Das Ganze als Mashup von Google-Indizierung der Blogs, Einträge der AutorInnen in Social Networks like Xing und das Ganze verknüpft über Microformate. Eine deutsche Lösung: Überlasst die Beurteilung der Technik.

Mediennutzung setzt Medienkompetenz voraus. Das ist im Printbereich so, und wird auch weiter im Internet der Fall sein. Der Leser beurteilt anhand des Presseorgans und dessen Umfeld die Qualität der Schreibe. Zur Zeit funktioniert es doch auch in der Blogosphäre, warum soll es zukünftig anders sein?

Die handwerklich guten Blogs werden gut wahrgenommen, die anderen mendeln mit der Zeit aus.

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8 Kommentare abgegeben zu “TÜV für Blogs: So weit würde ich nicht gehen wollen”

  1. kaffeeringe.de schrieb:

    Technische Qulitätsüberprüfung für Bloginhalte II…

    In einem früheren Artikel habe ich mit dem Gedanken gespielt, wie man dem Vorwurf begegnen soll, dass die Qualität von Blogs stark schwankt und oft nicht journalistischen Ansprüchen genügt. Frank Hunck hat diese Idee in seinem Blog aufgegriffen und…

  2. jenny schrieb:

    Ich möchte mir erlauben, ein Blog zu posten, an dem sich die Geister scheiden. Nicht, weil dies so schlecht gemacht ist, sondern weil das Thema so voller Vorurteile ist.

    Was macht man mit so einem Blog?
    Wie soll man sowas bewerten, wenn die Recherche super und 1A ist, der Inhalt aber abschreckt?

    schauen Sie hier:

    http: / / disclosureproject.blog.de

    Edit: Link entschärft

  3. Frank Hunck schrieb:

    @Jenny: 1. Mag ich keine Werbung auf meinem Blog, daher Link entschärft.
    2. »Nicht, das es schlecht gemacht ist« – doch, ist es. Wer will sich eine Website durchlesen, die mindestens 350m lang ist? Das schreckt schon tierisch ab. Ganz abgesehen davon, dass es für mich kein Blog, sondern eine – schlecht gemachte – Website ist. Denn – die Persönlichkeit des Autors ist nirgends spürbar, es besteht aus Texten, die irgendwo anderes herstammen.
    Und –, ach was solls, reicht!

  4. jenny schrieb:

    1.«wer will sich schon eine Webseite durchlesen, die 350m lang ist.«
    Diejenigen, die es interessiert. Und wenn Du nur mal das Vorwort gelesen hättest – das ist gerade mal 35 cm lang – dann hättest Du erfahren können, warum der Autor so viel geschrieben hat. 60 Jahre Menscheitsgeschichte lassen sich nicht auf ein paar Zeilen reduzieren. Würde man es tun, dann hiesses es, dass nichts begründet wäre und nur an der Obefläche gekratzt würde. es tut mir leid. Man kann nicht gleichzeitig eine Inhaltsangabe schreiben, die gleichzeitig noch Tiefe hat. Entweder, oder.

    2. Schlecht gemachte Webseite. Schonmal überlegt, daß der Autor einen Blog benutzen wollte, weil die von Google anders indzieirt werden?
    Und nun zur Persönlichkeit des Autors. Der Autor hat sehr viel eigene Texte geschrieben. Darüberhinaus ist die von Dir bezeichnete Textesammlung eine fantastische Recherchearbeit, die wahrscheinlich Jahre beansprucht hat. Nach Deinem Masstab liefe man Gefahr, viele Journalisten als Textesammler zu bezeichnen.

    3.Das ist keine Werbung. Seit wann machen sich Spammer die Mühe und schreiben individuell Texte in die Kommentare? Ich wollte ein Blog beisteuern, welches 1A gemacht ist.

    Es gibt kein Gesetz, was vorschreibt, wie ein Blog zu sein hat. Ob Tagebuch oder Webseitenform ist jedem selbst überlassen. Hauptsache der Inhalt stimmt. Und das tut er.

    Also wenn es Dir reicht – gut. Akzeptiert.
    Es ist ja auch nur ein Vorschlag von mir.

    Eine Option, mehr nicht.

  5. Frank Hunck schrieb:

    @Jenny:

    ad 1: Gerade *weil* es ein Blog ist, braucht die Seite nicht so lang sein. »Form follows function« – ich will, dass meine Leser gerne auf meiner Seite meine Texte lesen – und das tun sie nicht, wenn sie mit Infos totgeschmissen werden.

    ad 2: s.o. Unübersichtliche Anhäufung von Information. Ich kann die Sachen auch so aufbereiten, dass sie besser gelesen und verstanden werden können. Dann bleiben die Leser eher bei der Stange. Mich hat die Infowüste dermassen abgeschreckt, dass ich keine Lust auf die Inhalte hatte!
    Journalisten sind uU auch Textsammler, aber sie wählen aus, welche Infos Nachrichtenwert haben ;-)

    3. Ich hab den Kommentar ja auch nicht gelöscht, sondern nur den Link entschärft. Und – es gibt sehr wohl Werber und Spammer, die handverlesen und handgeschrieben gezielte Kommentare absetzen.

    Mir ging es um die Form der Präsentation, die der Sache nicht gut tut (unabhängig davon, ob ich hinter der Sache stehe oder nicht).

  6. jenny schrieb:

    Ich will jetzt nich in eine endlose Diskussion verfallen, bei der nichts rauskommt, aber lass mich dennoch was sagen.

    Das Thema, was der Autor dort beschreibt, ist – wie ich schonmal andeutete – 60 Jahre Menschheitsgeschichte in allen Aspekten, die man sich nur vorstellen kann.

    Dass der Autor das auf nur 350m hinbekommen hat, grenzt für mich an ein Wunder. Was Du dort lesen kannst, ist bereits die Inhaltsangabe.

    Das ausführliche würde ohne Untertreibung 350km ausmachen.

    Das Problem hier ist irgendwie, dass die Leute, WEIL sie nicht wissen, worum es geht, erst denken, daß man das auch kürzer hätte beschreiben können. Daraus entwickelt sich dann eine Abwehrhaltung, die dazu führt, dass sie nicht lesen. Und wenn sie nicht lesen, können sie nicht merken, daß es nicht kürzer ging.

    Nochmal in anderen Worten. Der Autor scheint den Blog zu verwenden, um von Google besser gefunden zu werden. Er hätte genauso gut eine Webseite verwenden können.

    Zur Infowüste:
    warum Wüste? Hier werden Artikel zu ganz konkreten Themen angeboten. Das UFO Phänomen im Bezug auf die Nationale Sicherheit, auf Politik, auf Wissenschaft und die Medien.

    und eine FAQ gibts auch noch.

  7. Frank Hunck schrieb:

    Grmbl. Zum Verständnis: Meine Einlassungen kamen überwiegend aus der Sicht eines Webdesigners, und NICHT auf den Inhalt bezogen. Wir reden aneinander vorbei… Untergliederung eines Stoffes erhöht das Verständnis…
    Naja, ich wills auch gut sein lassen.
    LG, Frank

  8. Technische Qualitätsüberprüfung für Bloginhalte II « kaffeeringe.de schrieb:

    […] oft nicht jour­na­lis­ti­schen Ansprü­chen genügt. Frank Hunck hat diese Idee in sei­nem Blog auf­ge­grif­fen und […]

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