Hyperaktivität bei Kindern beruht auch auf Nahrungszusatzstoffen

07. Sep 2007, 12:38 PM (Frank Hunck) ♥ Gesellschaft, Gesundheit, Wirtschaft · Translation: en fr

In der gestrigen New York Times wird auf die sogenannte Lancet-Studie1 verwiesen, die beweist, dass Hyperaktivität bei Kindern durch Nahrungszusatzstoffe wie Farbstoffe oder Natriumbenzoat (ein gebräuchliches Konservierungsmittel) hervorgerufen werden kann [Quelle: Fefes Blog].

Die Studie beruht auf einem Doppel-Blindversuch, der mit mehreren hundert Drei- und Acht- bis Neunjährigen durchgeführt wurde. Diese bekamen Getränke mit den obigen Additiven, die darin in Konzentrationen enthalten waren, wie sie in kommerziellen Produkten geläufig sind. Darüberhinaus wurde ihre Ernährung kontrolliert, um andere Quellen dieser Zusatzstoffe zu vermeiden.

Einer Kontrollgruppe wurde zusatzstoff-lose Placebogetränke verabreicht, die genauso aussahen und schmeckten.

Die Kinder wurden von Eltern, Lehrern und ergänzend noch durch ein Computerprogramm auf Unachtsamkeit und Hyperaktivität getestet. Niemand aus der Gruppe der Forscher wusste, welches Kind welches Getränk zu sich nahm.

Ergebnis:

The researchers discovered that children in both age groups were significantly more hyperactive and that they had shorter attention spans if they had consumed the drink containing the additives. The study did not try to link specific consumption with specific behaviors. The study’s authors noted that other research suggested that the hyperactivity could increase in as little as an hour after artificial additives were consumed.

Die Diskussion, wie ich sie aus Elternkreisen kenne, dreht sich hauptsächlich um Süssigkeiten als Auslöser von Hyperaktivität. Aber wenn mensch sich die Inhaltsstoffe mal näher anschaut – dann ist alles wieder klar.

Doc Sarah hat sich auf ihrem Blog öfters mit Nahrungsmitteln und ihren Zusatzstoffen beschäftigt, hier eine kleine Auswahl an Links:

Doc Blog: CODEX ALIMENTARIUSDoc Blog: Codex Alimentarius und gesunde ErnährungDoc Blog: CODEX ALIMENTARIUS Vol.III -Böse neue Welt-Doc Blog: CODEX ALIMENTARIUS Vol.IV – China Blue(s)

Aber, Warnung – dabei kann es eine/m ganz schön schlecht werden.

Was mich bei der ganzen Sache wundert – über diese Zusammenhänge liest mensch nie was in der Zeitung.

Aber, das ist wieder mal ein ganz anderes Thema – schaut Euch mal bei Fefe die Auswertung eines Artikels der Süddeutschen Zeitung zu den usbekischen Bombenbauern an – da lernt mensch das Zweifeln an unserer vierten Macht im Staate – unserer unabhängigen und fundiert recherchierenden Presse. Zitat fefe: »Au weia. Achtung: jetzt kommt wirklich krass üble Agitprop-Gülle direkt aus den finstersten Hirnwindungen der gleichgeschalteten PR-Presse»…

Ach, wenn ich grade dabei bin – in diesselbe Kerbe haut der Spiegelfechter mit seinem Artikel »Regenmacher«, die Kommentare sind ebenfalls lesenswert!


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7 Kommentare abgegeben zu “Hyperaktivität bei Kindern beruht auch auf Nahrungszusatzstoffen”

  1. Morgaine schrieb:

    Nahrungsmittelunverträglichkeit und die Kombination mit anderen Faktoren wie Reizüberflutung durch PC, Online-Games, Fernsehen, Lärm/Reize in den Städten, vor allem Geschäften zur angeblichen Kaufanregung etc.

    PC: Hat bestimmt jede/r von uns schon mal gemacht, oder? Stundenlang am PC sitzen und dann ins Dunkle gehen, Augen schließen. Folge: Permanentes Flackern vor Augen. Gedanken und Handlungen werden unkonzentriert, fahrig, hyperaktiv.

    Kinder haben noch keine Techniken, um sich dann »runterzuschalten«. Wäre mE Aufgabe der Medeinpädagogik.

  2. Morgaine schrieb:

    Ich möchte unbedingt im Zusammenhang mit Hyperaktivität noch darauf hinweisen, dass die Gefahr besteht, unerkannte Hochbegabte mit Ritalin ruhig zu stellen.

    Ernährungstipp: Algen-Präparate
    Literatur-Tipp: Barbara Simonsohn
    Hyperaktivität – Warum Ritalin keine Lösung ist. Gesunde Strategien, die wirklich helfen

    http://www.antipsychiatrieverlag.de/versand/titel/simonsohn.htm

  3. Morgaine schrieb:

    Sorry,
    das ist jetzt der dritte Ansatz hier …

    Damit keine Missverständnisse enstehen:
    Der Umgang mit dem PC ist andererseits für hochbegabte und energievolle Kinder gut, denn dort können sie sich Herausforderungen abholen, sich selber Aufgaben stellen in einer ihnen angemessenen Geschwindigkeit, die eben oft über denen eines anderen Kindes liegt. Barbara Simonsohn geht auf das Kapitel PC und Hyperaktivität ebenfalls ein. Nur sollten entsprechende Ruhetechniken gleichzeitig vermittelt werden. Denn wer will und kann schon ewig mit Vollgas fahren … !

  4. Frank Hunck schrieb:

    Morgaine, Du bist verflixt schnell – grade war ich bei Dir und sah, dass Du meinen Artikel schon verwurstet hattest…

  5. Morgaine schrieb:

    O.K., O.K. ich mach ja schon brav meine Meditation. Wie war das noch? »SIE SIND JETZT GAAANZ RUHIG, GAAANZ RUHIG«.

    Warum nur wirkt das bei mir nie und hinterlässt stattdessen eher schallendes Gelächter? Da müssen schon ganz andere Tricks und Techniken her. *g*

  6. Doc Sarah Schons schrieb:

    Ihr seid wunderbar!
    Und über die anderen Tricks und Techniken reden wir noch, gelle?! ;-)

  7. Frank Hunck schrieb:

    @5: Hyperaktiv? Denk an die Ernährung *schnell wegduck*

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