Kulturtipp: Das letzte Mal – Poco Loco im Lutterbeker

13 Jahre verrückt – Poco Loco Salsa-Abschiedskonzert. Queridos Amigos, liebe Fan-Gemeinde. Irgendwann ist alles einmal zu Ende … Poco Loco, ein wenig verrückt und das 13 Jahre lang. Mit diesem Konzert möchten wir uns von unseren Zuhörern und Fans verabschieden. […]

Poco Loco - salsa caliente del norteSo stehts auf den Seiten des Lutterbekers, der Kulturkneipe ebendort. Poco Loco treten also am Samstag, den 23. 12., um 21 Uhr das letzte Mal auf. Ob ichs schaffe, sie wenigstens einmal noch zu hören?

Ich bin mit Olaf Grell, einem der Sänger, befreundet, und er erzählte mir gestern vom Abschiedskonzert. Dieses Jahr hat sich schon eine weitere Formation, in der er tragender Musiker war, aufgelöst: Panduro, den Selentern vom Sommerfest 2001 des Wirtschaftsvereins bekannt.

So ändern sich die Zeiten. Jeder entwickelt sich weiter, und bei solchen Gruppen auch leicht auseinander. Dann ist es wirklich besser, dann aufzuhören, wenn es am schönsten ist…

Olaf macht aber weiter Musik, im Jesse-Grell-Duo, das nun ein Trio ist – ein Kontrabass stiess dazu.

Kulturtipp: 18. Adventsmusik im Kerzenschein in St. Servatius Selent

Am 2. Adventsonntag, dem 10. 12., findet um 17 Uhr die 18. Adventsmusik statt. Auch aus eigenem Interesse mach ich darauf aufmerksam, denn ich singe mit in der St.-Servatius-Kantorei…

Weitere Mitwirkende: Blockflöten St. Servatius, die Servatius-Streicher, Peter Ossendorf & Uwe Band an den Gitarren, Ulrike Haß & Siegfried Póhl am Cembalo, und alles wie gewohnt unter der Leitung von unserem Kantor und Kirchenmusiker Holger Haß.

Ach ja, die Werke. Diesmal unter anderem aus der Missa Brevis in G von W.A. Mozart (Gott sei Dank ist das Mozartjahr bald vorbei ;-) ), das neugeborne Kindelein von Dietrich Buxtehude und die Weihnachtspastorale von Francesco Manfredini.

Und hoffentlich gibt es dann auch den CD-Mitschnitt vom letztjährigen Konzert zu kaufen.

Selenter, lasst Euch das Konzert nicht entgehen. Und kommt rechtzeitig, die Kirche ist ja nicht so gross…

Kultur pur: Mit Trude von Afrika träumen, selbst die Trommel rühren und als Abschluss Gospel-Konzert

Abstand muss auch mal sein. Gestern abend einen grossen Abstand zu Selent eingelegt und mit Freunden in die grosse Stadt gefahren. Nein, ich meine damit nicht Kiel ;-)

Altona, Fabrik. Fünf Hamburgerinnen feierten in Blümchenkleid, Kostüms, truschigem Leopardenlook und vielen Handtaschen ihr 15-jähriges Bestehen als trommelnde Hausfrauen, die nur mithilfe vieler Supervisionssitzungen ihre Auftritte heil überstehen: »Trude träumt von Afrika«!

Selbstcharakterisierung:

Mit Percussion und Comedy vom Feinsten macht »Trude« ihren Traum von Afrika lebendig. Wer sie kennt ist wahrscheinlich schon süchtig, wer sie noch nicht kennt, sollte das dringend ändern!

Stimmt, das mit dem süchtig. Ich hatte sie im Lutterbeker verpasst – aber wer Trommeln, besonders afrikanische, mag, sollte sie sich das nächste Mal nicht entgehen lassen. Temporeiches Spiel, in jeder Hinsicht!

Heute mittag, beim Trommelunterricht, traute ich mich fast nicht, meine eigene in die Hand zu nehmen. Aber andererseits, ich merk mir meine bald zwei Jahre Erfahrung dann doch an – wir haben ja noch mindestens 13 Jahre Zeit…

Am frühen Abend war der Gospelchor »Yes, Lord« aus der St. Bonifazius-Gemeinde zu HH-Barmbek in St. Servatius zu Besuch. St. Bonifazius heisst offiziell Gospelgemeinde, mit vier(!) Gospelchören. Beruhigend ist allerdings, dass sie dort auch Mangel an Tenören haben…

Gospelchor Yes, Lord aus Barmbek in SelentEs war beeindruckend, was die vierzehn Frauen und Männer unter ihrem Chorleiter Jens Pape uns zu Gehör brachten. Eine Stimmsicherheit und Volumen, und welch mitreissenden Stücke; dazu noch ein durchgehendes eineinhalbstündiges Programm mit freiem Vortrag…

Die Zuhörer kamen auf die Beine und gingen mit...

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(MP3, Dateigrösse 740 kB)

…und dass sie mit standing ovations verabschiedet wurden, versteht sich von selbst. Leider stimmte uns die Kirche auf den Winter ein – ich hatte vergessen, dass es sich zu dieser Jahreszeit empfiehlt, nur mit langen Unterhosen in die Kirche zu gehen.

Racle-Glocke macht sich auf weiten Weg von Selent nach Bayern

Heute gegen 14-15 Uhr sammelten sich immer mehr Leute vor dem Kircheneingang, aus dem lauter Motorsägenlärm drang. Was war denn da los? Die Racle-Glocke…

Sie hing nicht mehr im Turm, sondern stand auf einer Palette im Turmflur, die noch für den Transport verstärkt und zurechtgesägt wurde. Am Vormittag hatten sie Mitarbeiter der Glockenbau-Firma Otto Buer aus Neustadt/OH unter Mithilfe von Zimmerleuten der Bennert GmbH, die zur Zeit den Turm renovieren, und unseres Küsters Stefan Laskowski an Backenzügen heruntergelassen und durch den engen Flur in den Eingang gehievt. Dabei musste die Tür zum Turm aufgesägt werden, der Aufgang zur Orgelempore wurde bei der Aktion in Mitleidenschaft gezogen.

Racle-Glocke auf PaletteEndlich war es so weit – die Kirchengemeinde hat seit 8 Jahren Geld für diesen Moment zurückgelegt; die Glocke war seit Jahrzehnten gefährdet, da der Schlagring viel zu dünn geworden war.

Als sie dann an der Kirchenseite stand, wurde sie von allen Seiten fotografiert, um die Inschriften festzuhalten.

Die Glocke wurde wahrscheinlich in einer Glockengrube an der Nordseite der Kirche gegossen, von einem lothringer Glockengiesser, der im Auftrag von Bartram Reventlou, dem damaligen »Patron diser Kirchen Sehlent«, »erbgesessen auf Lammershagen, Wittenberg, Neverstorp und Futterkamp«, 1633 das Werk vollbrachte.

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Racle-Glocke von St. Servatius darf noch einen Tag schlagen

Heute um acht Uhr sollte die älteste Glocke (s. Bericht vom 24. Juni 2006) der St. Servatius-Kirche zu Selent feierlich herabgelassen werden, als Auftakt der Renovierungsarbeiten an Kirchturm und Kirchenschiff. Ich wunderte mich, dass niemand bei der Kirche stand, als ich über den Friedhof kam.

St. Servatius zu Selent eingerüstet und verhüllt

Zum Glück kam Timo v. Somogyi-Erdödy, unser Pfarrer, vorbei. »Du wolltest fotografieren? Nein, der Bauauschussvorsitzende der Kirchengemeinde, Herr Rebmann, und ich hatten gestern alle Hände voll zu tun, um allen Eingeladenen abzusagen…«

Also hatte der Teufel mal wieder sein Händchen im Spiel — der Glockenbauer hatte angerufen, einige seiner Leute wären krank, er könne erst morgen kommen. Wann es dann soweit wäre, konnte er auch nicht definitiv sagen.

Seltsam, wie hätte es denn heute klappen sollen — erst heute morgen Anreise und dann Elektrik abbauen, Glocke von ihrem Joch befreien, Flaschenzug montieren (die Glocke hat ja ihr Gewicht) und dann gegen acht herablassen?

Ich glaube, da hatte er irgendwas falsch versprochen… Nun werde ich morgen sehen, dass ich Kontakt zum Kirchenbüro halte — denn so eine Glockenabnahme erlebt man nicht alle Tage.

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