Terrorbekämpfung à la americaine – »Dirty Fred« in Kiel

Dirty Fred - Antiterrorismus-ShowEin GI, Dirty Fred, betritt die Bühne, schwer bepackt mit Tornister, Funkgerät, Feldkiste. Methodisch packt er seinen Krimskrams aus – fünf Fantasieuniformen, in die jeweils eine Flasche gewickelt ist, schwer anmutende Munitionssäcke, Feldverpflegung, die amerikanische Flagge. Während dessen erklärt er seine Vorhaben – Bekämpfung von Terroristen, die die freie Welt bedrohen; für diese Mission wird er später Freiwillige rekrutieren.

Aber zuerst – Flaggenappell. Was, keiner steht auf? Das darf nicht sein. Unter Androhung von Waffengewalt (Wasserpistole) wird auch der Letzte der Zuschauer von seiner Bank vertrieben.

Langsam nimmt das Unheil seinen Lauf – die Truppe wird ausgehoben und kurz im Gehorchen und Marschierens gedrillt. Aus der Menge wird ein Terrorist akquiriert und mit Rauschebart ausgestattet, dazwischen Einlagen über die Kraft, den Mut und das allgemeine Vertrauen der Amerikaner, die überall in der Welt für Frieden und Freiheit einträten.

Dann die Attacke – der Terrorist steuert sein brennendes Flugzeug in die amerikanische Flagge,

dirty-fred-terrorism

taucht in der Menge unter, die Hatz geht los. Dirty Fred erbittet sich die Mithilfe der Bevölkerung, und nach etlichen Kollateralschäden trifft endlich eine Präsisionswasserbombe einen Terroristen – oder war es doch nur ein Unschuldiger – nein, das kann nicht sein…

Nach der Siegesparade dann die einmalige Gelegenheit für das Publikum – die Bombardierung eines Amerikaners. Hierzu verteilt Fred Wasserbomben an das Publikum – und gibt den Befehl zum Feuern.

Es ist eine bombenstarke provokante Show, bei der einem öfters das Lachen im Halse stecken bleibt, da die Realtität (leider) nicht allzu weit entfernt ist. Dirty Fred (Fred Roellig) wurde in seiner Komik schon mit Jango Edwards verglichen, er bietet faszinierende Stunts und überirdische Komik.

Den Tipp für heute hatte ich von Heiko Mielke, Zirkuspädagoge und erster Vorsitzender vom KinderKulturDorf Bokel eV, der am Wochenende in Bokel meinte, dass wir Dirty Fred, den begnadeten Strassenkünstler mit seiner deftigen Militärshow nicht verpassen sollten. Und, es hat sich gelohnt!

Wer ihn noch sehen will: Er tritt morgen ab 18.45 Uhr nochmals mit seiner »Anti-Terrorismus-Show« am Theater-Platz (Querkai) beim Duckstein-Festival in Kiel auf…

The Chinese Empire Strikes Back – Reinkarnation des Dalai Lamas nur mit staatlicher Genehmigung

Vor zwei Wochen war der Dalai Lama zu Gast in Hamburg, sehr zum Mißfallen der chinesischen Regierung.

Der Dalai Lama ist für tibetische Buddhisten der »lebende Buddha«, eine Reinkarnation des Avalokiteshvaras, des Bodhisattva des Mitgefühls. »Es wird angenommen, dass der vorherige verstorbene Dalai Lama erneut eine Wiedergeburt als Mensch annimmt und dieser dann aufgefunden werden kann. Dies geschieht durch eine hochrangige, von der Ordensführung autorisierten Findungskommission.[WikiPedia]«.

Eine Reinkarnation soll künftig nach Willen des chinesischen Regimes nur dann gültig sein, wenn sie staatlich geprüft ist:

Tibet’s living Buddhas have been banned from reincarnation without permission from China’s atheist leaders. The ban is included in new rules intended to assert Beijing’s authority over Tibet’s restive and deeply Buddhist people.
»The so-called reincarnated living Buddha without government approval is illegal and invalid,« according to the order, which comes into effect on September 1. (TimesOnline)

Mit dieser Maßnahme will die chinesische Führung verhindern, dass es eine Reinkarnation des derzeitigen 14. Dalai Lama gibt.
Schon in der Vergangenheit haben die Chinesen eingegriffen, als es um die 11. Reinkarnation des Panchen Lama ging, der 1989 gestorben war.

Veranstaltungstipp: 9. 9. 2007 – Tag des offenen Denkmals

Auch dieses Jahr findet ein Tag des offenen Denkmals statt. Hier in der Nachbarschaft geht es um Kirchen, genauer gesagt um die St.-Servatius-Kirche hier zu Selent, ein »mittelalterlicher Kirchenbau des 12./13. Jhds. mit Kastenchor und spätmittelalterlichem Westturm, im Innern spätgotisches Kreuzrippen- und Sterngewölbe, kostbare Ausstattung, vor allem des 15. und 16. Jhd.«. Öffnungszeiten sind am 9.9. zwischen 11.30 und 17 Uhr, es gibt Führungen um 11.45, 15 und 16 Uhr.

Die Kirche zu Lebrade, ein »barocker Saalbau von 1699, Außenbau 1874 neuromanisch-neugotisch überformt, wertvolle Ausstattung aus dem 17./18. Jh.«, ist zwischen 9 und 16 Uhr geöffnet, 10 Uhr Gottesdienst.
Ortseingang Lebrade (Kreis Plön)

Das weitere Programm des Tags des offenen Denkmals im Kreis Plön.

Veranstaltungstipp: Bunter Avend vunn Selenter Snackfatt

Am 9.8.07 lädt der Selenter Snackfatt, unser »Heimatverein« mit seiner Theatergruppe zu einem bunten Abend ein:

Leewe Frünn vun´t »Selenter Snackfatt«, wi ladt een to een bunten Avend. An unsern 19. Klönsnackavend, Dünnerstag, den 9. August, Klock 19.30, in´n Selenter Hof möchen unsere Snackfatt-Speelers alle Frünn un Besökers mit heitere Sketches ünnerholn.
De Musik-Grupp »Just Friends« wardt de Avend musikalsch begeleiten.
De Intritt kost 3,– Euro.
Över veele Besökers freut wi uns heel dull!

Also, wer noch nicht weiss, was er Donnerstag in einer Woche macht ;)

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Projekt ISLA

»Jeder Mensch nimmt eine Fülle an Sinneseindrücken wahr.
Jeder Mensch hat Lust, seinen eigenen Sinnen zu trauen.
Jeder Mensch hat Lust, diese Sinneseindrücke zu verarbeiten und jeder Mensch hat grundsätzlich Lust zu lernen.
Das Internet unterstützt Lernprozesse durch eine Vernetzungsstruktur, die es ermöglicht, sich das anzueignen, was einem selber gut tut und der Lebenswelt und Sozialisation entspricht.
Es bietet die Möglichkeit, sich an Knotenpunkten mit anderen zu treffen, zu lernen. Und gemeinsame Lebenswege zu finden.

Grundsätzlich verfügen alle Menschen über herausragende Fähigkeiten. Es ist nur die Frage, wie man an diese Fähigkeiten gelangt.

ISLA
Die ISLA ist ein Ort, an dem jede und jeder ermutigt wird, der Fülle der eigenen Sinne nicht nur zu trauen, sondern sie zum persönlichen Wohl und zum Wohl der Gemeinschaft zu schützen und zu nutzen.

Independent Sensitive Liberation Army (ISLA) – Kunst-, Lern- und Ausstellungsprojekt (Gesellschaft zur Rettung, Befreiung und (Wieder-)herstellung der ungestörten, respekt- und lustvollen Ein-, Zwei- und Mehrsamkeit – Satirisches Bootcamp)«

Wie es mich auf die Insel verschlug – könnt Ihr hier nachlesen (in kryptischer Form ;) )

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