Ohne allzuviel Worte … (grrr, hat nicht geklappt)

Unter blomenburg.blogspot.com bloggt mein Nachbar, für sich und für die OBS Selent1. Ich habe mich daran gewöhnt, dass mein Blog in jeder Hinsicht von dieser Gruppe »ausgeschlachtet« wird – sorgt ja für zusätzlichen Traffic, lass man gut sein, dachte ich mir in den letzten Monaten.

Grade eben wollte ich Johann einen Tipp geben, welche Politiker hier in Selent noch bloggentwittern, und suchte nach der OBS, da ich deren genauen TwitNick nicht greifbar hatte. Und was sehen da meine ermüdeten Augen?

Unser Dorfchronist warb 2002 für ein völlig überdimensioniertes Baugebiet auf Kosten der Natur. Datiert wohl aus der Zeit der allgemeinen euphorischen Aufbruchstimmung im Kreis Plön und in Selent, als man noch meinte, einem Rendsburger Investor für den Aufbau eines mit 90% aus Steuermitteln finanzierten Technologiezentrums das ganze naturnahe Blomenburg Areal als Baugebiet zur Verfügungstellen zu müssen. […]

Was habe ich denn gesagt? »Rund um die Blomenburg und das Technologiezentrum stehen über 200 Bauplätze zur Verfügung,in bester Lage nahe des Blomenburg Waldparks und naturnaher Flächen.«. 2002? Es wird auf eine Bilderserie verwiesen, die ich anlässlich der ersten Blogging-Konferenz ins Netz gestellt habe. Das war im März 2007.

Und was habe ich gesagt? »In unserer Gemeinde stehen Bauplätze zur Verfügung« – und die will ich immer noch so schnell und gut es geht bebaut sehen, aus Gründen, die ich anderswo schon ausführlich geschildert habe (»Was haben sechs Richtige im Lotto mit Selent zu tun?«).

Was mich nervt, dass ich von unseren Dorf-Populisten gerne in einen Topf mit dem Investor oder anderen Beteiligten wie aus der Politik oder Verwaltung, wie Landrat Gebel z.B., geworfen werde. Schwarz-weiss-Denken bringt einen in der Kommunalpolitik nicht weiter, ganz und gar nicht. Aber – Differenzieren ist ja nicht so einfach, frisst unnötig Webspace und mensch braucht länger zum Schreiben eines Artikels…

OK, kurz aufgeregt, gut is. Wer öffentlich Dinge sagt oder schreibt, sollte auch zu den Folgen stehen – und darf sich nicht wundern, wenn die eine oder andere Reaktion nicht gefällig ist. Klappt meistens, dennoch geht mir manchmal die Hutschnur hoch.

So, ich hab jetzt keine Lust mehr, die OBS-Twitteradresse weiter zu reichen – ich weiss leider auch nicht, welche der drei oder vier Nicks die offizielle ist.


  1. Korrektur 29.1.09: Er bloggt nur für sich unter dieser Adresse – in seinem Artikel »Um Missverständnisse vorzubeugen« korrigierte er gestern meine Darstellung. [back]

Modern Media: Twitter-Tools und sonstiges Gezwitscher

In den letzten Tagen war ich fauler, was das Twittern anging. Wochenends halte ich mich meist vom Internet fern, und Webworking war in den letzten Tagen weniger angesagt, mehr offline-Arbeiten am Rechner (ja, das geht auch, und – dabei bin ich meist konzentrierter, als wenn nebenan noch das eine oder andere Programm an meinen Nerven zerrt, zwitschert oder mich auf neue (Spam-)Mails aufmerksam macht.

Das Eine oder Andere ist mir dennoch widerfahren… so zum Beispiel

Mr Tweet – wer könnte in Deiner Follower-Liste noch fehlen?

Wenn mensch MrTweet folgt, dann bekommt mensch schnell eine direkte Nachricht (DM, direct message) von dem Programm, das eine/n auf eine eigene Seite lenkt, auf der mensch auf Vorschläge, welchen Twitterern mensch im eigenen Netzwerk noch folgen könnte sowie Angaben zur eigenen Twitternutzung, aufmerksam gemacht wird.

Interessant finde ich es, wie das Programm Leute ausmacht, die quasi im selben Umfeld wie mensch selber aktiv sind; Kennzeichen ist eine mehr oder weniger grosse Überschneidung mit der eigenen Freundesliste.

Zu jedem Twitterer werden Statistiken angeboten – Anzahl Freunde, Anzahl Follower, durchschnittliche Anzahl an Tweets je Tag (wichtige Grösse! Ich verlier leicht den Überblick – zum Beispiel habe ich SpiegelOnline1 schnell wieder ge-unfollowed, weil sie Twitter mit News zuspammen – darauf habe ich nun mal keinen Bock!) und weitere Angaben aus deren Profilseite.

politcamp09 am 2./3. Mai 2009 in Berlin

Angestossen und organisiert von Valentin Tomatschek, dem die Idee kurz vor Cems mbc09 in Hamburg kam, schnell reifte und bald online ging.

Ursprünglich für den 9./10. Mai 2009 geplant, wurde die (Un-)Konferenz politcamp09 nun um eine Woche vorverlegt. Nach nur einer Woche Kartenverkauf sind die ersten 100 Tickets zum Sonderpreis schon weg – die Veranstaltung stösst auf grosses Interesse.

Das Thema – Obama, Web2.0, Wahlerfolge. Die deutsche Politik fängt an sich zu regen, stehen wir doch vor einem Superwahljahr, und 2010 folgt auch noch die eine oder andere. Nur, kommen die Politiker Deutschlands auch mit dem Web klar? Aus dem pc09-Blog:

Es gibt zwar einige Ansätze von den Parteien, doch entweder sind sie ungenügend umgesetzt oder richten sich mehr nur an die eigenen Mitglieder. Oft beschleicht einen auch das Gefühl, dass die Politik nahezu Angst hat wirklich im Netz zu agieren.

Doch wie kann man die alten Strukturen aufbrechen? Hilft es wirklich, wenn immer nur Forderungen an die Politik gestellt wird? Kann nicht auch dieser Wandel von der Basis her initiiert werden? Kann man die Politik gar “an die Hand” nehmen. Um nicht zu sagen: “Sanft in eine gute Richtung stoßen?”

Ich weiss leider nicht, ob ich hinfahren werde – zeitgleich findet in Selent der erste Kulturmarkt statt. Obwohl, andererseits, im September folgt der zweite – vielleicht sollte ich mir doch eine Karte für #pc09 reservieren, los wird mensch sie auf jeden Fall wieder …

Ergänzung: Im Lande #SH wird schon politisch getwittert, verhalten zwar, aber die Anzahl der Politiker bei Twitter wächst an. Schwerpunkt liegt natürlich im Bereich der Jüngeren (GrüneJugend, JU, Juso,…), aber ein veritabler Landesvorsitzender ist auch dabei – @Ralf_Stegner. Eine ausgezeichnete Liste hat der Ahrensburger Johann von Hülsen, JU, auf seinem Blog erstellt. Er kommt zu dem Ergebnis: »Beeindruckend finde ich das Übergewicht der CDU in Stormarn. Landesweit ist wohl noch die SPD vorne. Sollten aber die vor Kurzem angelegten Accounts aus dem Landesvorstand der Jungen Union noch alle Aktivität entfalten könnte sich das Blatt schnell wenden. Der Vorsprung ist nämlich wirklich nicht groß. Vielleicht auch schon aufgeholt?»

Ausgang der Schlacht noch offen – bis 2010 (Landtagswahl SH) ists ja noch ein Weilchen hin. Trotzdem, der Wahlkampf auf Twitter treibt die ersten Blüten – oder etwa nicht? Vor ein paar Tagen fiel mir ein (augenscheinlicher) Genosse auf, der unter dem Namen @stegnersfanclub fröhlich poetische Sinnsprüche pro-Stegner verfasste – manchmal ganz schön deftig: »2010 daran besteht kein Zweifel, schickt Stegner den Harry in Rente in die Eifel.« oder »Im Norden weht ne steife Briese. Ralf ist unser roter Riese der 2010 die Wahl gewinnt,weil Opa Harry nix mehr bringt«.

Na gut, dachte ich, aber das wird es nicht so ganz bringen. Ein Stohfeuer halt. Aber followen wir dem guten Manne mal…

Heute morgen war ich denn bass erstaunt, hatte ich doch einen neuen Freund namens @Carstensen2010, wobei ich mich nicht dran erinnern konnte, jemanden diesen Namens gefolgt zu sein2.

WTF, nichts geraucht und nichts getrunken, nicht übernächtigt am Rechner / Handy gesessen…

Mal schauen, was schreibt der Gute denn so – oha, aus der SPD aus- und in die CDU eingetreten? Zuvor ein Tweet »So Schluss mit Twitterwahlkampf für Ralf Stegner, die SPD ist undankbar und schätzt meine Unterstützung nicht. Wechsele zur CDU.«.

Eieiei, klar, nicht jeder Wahlkampf weiss zu gefallen, kann ich nachvollziehen. Ich würde mir meine Wahlkampf-Sprüche auch lieber selbst texten. Jetzt bin ich gespannt, welche Gruppierungen im Laufe der Monate noch in den Genuss wahlkämpferischer Poesie kommen werden – auf CDU-Linie isser schon (»Angela Merkel-Weltklasse für Deutschland«).

P.S. Ich bin mir nicht sicher, ob die Chose echt ist, könnte ebenso eine Realsatire auf obama-eskes Verhalten (nord-)deutscher Provinzpolitiker sein. Lassen wir uns überraschen!


  1. interessant auch, wie SpOn schnell auf den Zug aufgesprungen sind – vor wenigen Wochen lästerten sie noch unheimlich über Twitter – zu Zeiten von #bombay oder #gaza [back]
  2. das Denglisch bringt mich noch um! Twitterdeutsch ge-followed, gefolgt, verfolgt, gestalkt,… ist mir heute abend zu hoch, da ne erträgliche Ableitung zu erfinden [back]

KN zum Thema GTZ / TZ: Blomenburg nicht die einzige Alternative

Heute in den Kieler Nachrichten:

Schwentinental/Selent – Wie es am Ende ausgehen wird, steht noch in den Sternen. Fakt ist, dass der Wirtschaftsausschuss des Plöner Kreistags am Mittwochabend die Verwaltung damit beauftragt hat, Verhandlungen über einen Verkauf des Gewerbe- und Technik-Zentrums Raisdorf (GTZ) an die Stadt Schwentinental aufzunehmen.

Selenter Runde – einige Veranstaltungen in 2009 noch in der Schwebe

Die Selenter Runde – eine Veranstaltung des Sozialausschusses der Gemeinde Selent – war heute sehr gut besucht, knapp 30 Menschen aus allen möglichen Selenter Vereinen und Organisationen trafen sich im Selenter Hof. Als Neulinge in der Runde stellten sich Nora Diop-Rausche (Pächterin des Café Blome) und ihr Mann Ulf Rausche (Veranstalter von Kulturmärkten, auch auf der Blomenburg) mit ihren Vorhaben vor.

Gesprächsthemen waren dann unsere periodischen Veranstaltungen im Jahresablauf:

Der Weihnachtsmarkt wurde seit Menschengedenken von der Liedertafel am ersten Adventssamstag durchgeführt. Ab diesem Jahr müssen nun andere ran, und es gibt einige Interessenten hierfür: Ein selenter Einzelhändler will um den vierten Advent einen Markt durchführen, die Altliga des TSV Selent möchte zum gewohnten Termin den Weihnachtsmarkt weiterleben lassen, die Freiwillige Feuerwehr Weihnachtsbaumanleuchten machen und Familie Diop-Rausche überlegen, auf der Blomenburg auch eine Veranstaltung durchzuführen. Es wird dann in Folge Gespräche unter den Interessierten geben, um ein sinnvolles Programm aufzustellen.

Für die Selenter Woche fand sich, wie erwartet, ad hoc kein Verein, der die Gesamtorganisation übernehmen wollte. Die Schützensparte des TSV wurde angefragt, da sie dieses Jahr sowieso ihr 50jähriges Bestehen feiern. Diese Veranstaltung fordert sie jedoch so stark, dass eine weitere Belastung undenkbar sei. Herr Rausche (Kulturmarkt.Net) schlug vor, man könne doch die Selenter Woche parallel zu ihrem ersten Kulturmarkt auf der Blomenburg (1. – 3. Mai 2009) durchführen und die Werbung hierfür koordinieren. Udo Petersen, der erste Vorsitzende des TSV Selent will am kommenden Freitag mit den Spartenleitern des Sportvereins reden, ob sie sich doch eine Orga zutrauen würden. Je nach Ausgang der Beratung wird unter Umständen in Kürze wieder zu einer Selenter Runde eingeladen.

Als Webmaster der Gemeinde Selent wies ich – wie jedes Jahr – die Vereine darauf hin, dass es den Veranstaltungskalender des Wirtschaftsvereins im Internet gibt. Leider können wir nur Termine eintragen, die uns bekannt sind – hinterherlaufen ist nicht. Bislang gibt es noch keine Aufstellung der regelmässigen Termine, das soll nun in Kürze nachgeholt werden – eine Tabelle machte die Runde, genauso wie eine Aufstellung der Vereinsdaten, wie sie auf der Gemeindehomepage stehen. Das eine oder andere wandelt sich doch im Laufe eines Jahres…

Selent: Kleine Presseschau der letzten Tage

Letzten Samstag (17.1.09) war Selent dreimal in den Kieler Nachrichten (Printausgabe) vertreten: Jessica Bunjes berichtete über die Selenter Liedertafel, die nächstes Jahr ihr 110tes Jubiläum feiert, und die, wie viele Selenter Vereine, unter Nachwuchssorgen leidet. Durchschnittsalter über siebzig, der neue Vorsitzende Uwe Lemburg zählt mit seinen 63 Jahren zu den »Jungspunden«. Dann gab es noch zwei kleine Notizen – beim Bericht über die schleswig-holsteinische Beteiligung an der Grünen Woche 2009 in Berlin fand unser Landrat Volkram Gebel mit seiner Vorstellung des Technologiezentrums (TZ) Blomenburg kurz Erwähnung, und im amtlichen Teil wurde auf den Zwangsversteigerungstermin für das Mutter-Kind-Kurheim hingewiesen, der am 16. Februar 2009 um 14 Uhr im AG Plön stattfindet. Näheres zu dieser Immobile ist unter www.hanmark.de zu erfahren.

Heute nun ging Hans-Jürgen Schekahn von der Plöner Redaktion der KN näher auf des Landrats Werben für die Blomenburg ein, und verschwieg auch nicht die desolate Situation im TZ (geringe Belegung) noch im Abverkauf der Grundstücke in den zwei Baugebieten. Dieser Artikel ist bei den Kieler Nachrichten online verfügbar.

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