Arbeitsgruppe für eine umfassendere Jugendarbeit in Selent

Wie der Kieler Nachrichten vom 6.11.03 zu entnehmen war, hat sich eine kleine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit dem Thema Jugendtreff in Selent auseinandersetzt.

Wir werden in Kürze zu einem Gedankenaustausch mit Eltern, Kinder & Jugendliche sowie alle anderen Interessierten einladen, da wir der Meinung sind, daß Jugendarbeit nicht nur die Aufgabe von Politik und Vereinen ist, sondern jeden von uns angeht.
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Jugendförderung in Selent (2)

Zuerst eine Richtigstellung: Die KN veröffentlichte heute einen Bericht über die Veranstaltung, in der es am Ende hiess: »Der Selenter Frank Hunck kündigte als Privatperson übrigens an, dass er es sich vorstellen könne, in seinem Gartenhäuschen eine Art Jugendtreff zur Verfügung zu stellen.«

Das stimmt so nicht. Ich habe gesagt, dass ich mir vorstellen könnte, dass in meinem grossen Garten ein Wohn- oder Bauwagen als Jugendraum aufgestellt werden könnte. Es war Frau Josten, die im Anschluss sagte (den genauen Wortlaut habe ich nicht mehr im Ohr): »Liebe Jugendliche, Sie haben es gehört, Frank Hunck wird Euch in seinem Garten eine Holzhütte aufstellen«. Das waren nicht meine Worte!

Den Artikel von Christoph Kuhl habe ich übrigens auf der Folgeseite abgedruckt.

Nun zur Veranstaltung: Das Interesse an der Veranstaltung war grösser, als ich dachte. Ca. 30 Erwachsene und 16 Jugendliche waren am 29.10. im FWG zusammengekommen, um über die Jugendarbeit in Selent zu sprechen.

Zuerst stellten die Selenter Vereine mit Jugendarbeit (Freiwillige Feuerwehr, DLRG, Rassegeflügelzuchtverein, Landjugend, Tischtennissparte des TSV,Schützensparte des TSV, ev. Kirchengemeinde, Schnackfatt und TSV allgemein) ihre Aktivitäten für die Jugendlichen vor. So überlegt der TSV, ab nächstem Jahr eine Skater-Sparte anzubieten. Als Standort ist der ehemalige Tennisplatz im Gespräch.

Die anwesenden Jugendlichen betonten, dass sie mit dem anonymen Brief nichts zu tun hätten. Ihr Hauptanliegen ist es, sich auch in der kalten Jahreszeit – vor allem wochenends – in einem Raum treffen zu können.

In der Diskussion kamen einige Anregungen, die ich wichtig finde. Frau Dahmke (DLRG) sprach von der Möglichkeit, halboffene Jugendarbeit zu machen, und dass es angebracht wäre, sich vereinsübergreifend Gedanken um ein Angebot in Selent zu machen. Dies wäre in so weit Neuland, da jeder Verein sonst bedacht ist, für die eigenen Mitglieder Arbeit zu leisten bzw. zu sehen, dass er mehr Mitglieder bekommt. Solch ein Blick über den Tellerrand wäre meines Erachtens ein guter Schritt nach vorne.

In der Diskussion um die Möglichkeiten fiel mir auf, dass die Gemeindevertreter vor allem von den Grenzen fasziniert sind. »Wir haben keinen Raum«, »es engagiert sich niemand mehr ehrenamtlich«, »die Eltern schieben uns die Verantwortung zu«, lauteten ihre Stimmen. Und weil es so wäre, wäre ein Versuch von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Ich brachte als Gegenbeispiel Lammershagen mit ihrem Wohnwagen und erwiderte auf den Einwurf »die haben in letzter Zeit vermehrt Schwierigkeiten damit«, dass dies doch natürlich sei. Jugendliche machen Schwierigkeiten, mit Rentnern gibts Probleme, kurz, überall, wo Menschen aufeinandertreffen, gibt es Auseinandersetzungen. Für mich aber noch kein Grund, alles in Bausch und Bogen zurückzuweisen.

Ich habe in den letzten Wochen mit vielen Bürgern in Selent gesprochen und war überrascht, wie hoch die Bereitschaft ist, sich Zeit für die Jugend zu nehmen, als ehrenamtliche Aufsichtsperson oder anderes.

Das Problem ist – es gibt keine feste Lösung, keinen Etat, keiner hat Zeit. Aber es gibt viele Möglichkeiten, mensch muss nur die Augen aufmachen und nachdenken, kombinieren.

Die Zeit für Lösungen von der Stange sind fürs erste vorbei – wer kein Geld hat, muss erfindungsreich werden. Das gilt nicht nur für die Jugendarbeit. Wir werden uns daran gewöhnen, dass in den nächsten Jahren wieder mehr Privatinitiative gefragt sein wird, da Privatleute, Firmen, Gemeinden, Kreise, Länder & der Bund
zunehmend pleiter sind. Das einzige, was bald überreichlich vorhanden sein dürfte, ist – Arbeitszeit. Unbezahlbare, aber gleichzeitig wertlose (da immer weniger bezahlbare Arbeit zur Verfügung steht).
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Oma warrt verköfft: Selenter Snackfatt tritt wieder auf!

Selenter Snackfatt
WICHTIGE ÄNDERUNG: Wegen Erkrankung eines Schauspielers wird die Aufführung am 15. 11. 03 auf den 21.02.04 verschoben!
ALLE Vorstellungen sind ausverkauft!
(25.10., fhu)

Viele Selenter freuen sich auf diese Abende: Die Theatertruppe des Selenter Snackfatts trat am 25. und 26. Oktober 2003, nach sechsjähriger Pause, wieder ins Rampenlicht. Die Aufführungen waren nach kurzer Zeit ausverkauft.

Besetzung: Oma (Marlen Grapatin), Hannes Kulenkamp (Knut Huldberg) , Buer Fiesebarg (Rudi Bahr), Schorsch Kulenkamp (Arne Grapatin), Dienstmagd Katrin (Benita Wolff), Knecht August (Josef Pohlkötter), Eva Fiesebarg (Anja Laskowski), Guste Fiesebarg (Sabine Tenambergen). Toseggersch: Gunda Lemburg, Maske: Yvonne Schulz.

Für Regie, Köstüme und Bühnenbild zeichnet die Theaterkompanie.

Jugendförderung in Selent

Im »Selenter Dörpsblatt«, dem Mitteilungsblatt der SPD-Ortsvereine Selent, Martensrade und Lammershagen, erschien in der Ausgabe 3, Oktober 2003, ein Artikel von Horst Petersen (Jugendwart im TSV Selent), den ich hier auszugsweise abdrucken und kommentieren möchte, da er sich mit dem Problem der Jugendförderung auseinandersetzt. Er fordert die Unterstützung für die gewüschte Sporthalle – s. Sporthallenförderverein – und für den »Förderkreis für die Jugend« im TSV Selent.

[…] Der TSV Selent leistet eine tolle Jugendarbeit in verschiedenen Sparten. Die mittlerweile errungenen Erfolge (viele vorderste Plätze im Tischtennis und Fußball) sind dafür nur ein äußerer Beleg – viel wichtiger ist es den Kindern und Jugendlichen unserer Region sinnvolle Freizeit-Angebote zu machen – alles ehrenamtlich – die Trainer nehmen keine Entschädigung in Anspruch! Andere reden über die Ursachen und die Vorbeugung von unguten Tendenzen und Zuständen in unserer Gesellschaft bis hin zur Kriminalität – wir handeln! Vorbeugung ist nirgends so effektiv wie in der Kinderzeit!

Allerdings sind unsere Möglichkeiten eingeschränkt. Die Beiträge können trotz bzw. wegen ihrer sozialen Ausrichtung nicht einfach erhöht werden, derzeit schon gar nicht! Daher benötogen wir Unterstützung von »aussen«, damit wir »etwas mehr« als den reinen Spielbetrieb anbieten können, z.B. Zuschüsse zu Kultur-Reisen. Wenn viele Menschen einen kleinen Betrag beisteuer(te)n, könn(t)en wir unser Angebot verbessern, speziell für die wenig Bemittelten, denn so eine Reise, auch nur über wenige Tage, kostet ganz schnell ›mal einen dreistelligen Eurobetrag – ohne Luxus! Wäre ich entsprechend begütert, würde ich gerne diese angesprochenen Dinge finanzieren und Euch nicht »belästigen« – andererseits wäre es einfach toll, wenn zumindest in unseren Dörfern (Selent und Umgebung) das Wort SOLIDARITÄT wieder mehr an Bedeutung gewönne – speziell für die KINDER,die ja unsere ZUKUNFT sein sollen! Aber in welchem Umfeld? Sollten unsere Kinder nicht zuerst ›mal eine lebenswerte Kindheit und Jugend leben können?

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Anarchos in Selent (2)

Brief der Gemeindevertretung Selent an die JugendlichenSeit gestern hängt der Brief der Gemeindevertretung Selent an die Jugendlichen im Aushangkasten (Klick auf den verkleinerten Brief rechts öffnet ein grösseres Fenster!).

Nach dem Zeitungsartikel vom 8. 10. ist das anonyme Schreiben Thema Nr. 1 bei allen Gesprächen im Dorf. Tenor ist das ungebührliche Verhalten der heutigen Jugend. Selten wird thematisiert, ob die Forderungen der Jugendlichen vielleicht durchaus begründet sein könnten.
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