Na, doch langsam kabbeliges Fahrwasser?

Karl Weiss – USA: Wirtschaftskrise beginnt:

Die US-amerikanische Zentralbank Fed hat begonnen, die Leitzinsen zu senken, gleich um sensationell hohe 0,5% auf nunmehr 4,75%. Das ist ein klares Signal: In den USA hat die Wirtschaftskrise begonnen. Nach allem, was je vorher geschehen ist, wird der Gigant US-Wirtschaft alle anderen mit in den Strudel reißen: Die Weltwirtschaftskrise in bisher noch nicht völlig voraussehbarem Ausmaß.

Ausgewogener betrachtet wird die Entwicklung in der ZEIT – Herdentrieb:

»Sie [die Zinssenkung] ist das Bekenntnis des noch neuen Chefs an der Spitze der Fed, dass die US-Konjunktur schweren Zeiten entgegen geht, dass das globale Finanzsystem unter Stress steht. Der schwierigere Teil des Abbaus der unheimlichen Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft ist eingeläutet. Jetzt heißt es anschnallen und Daumen drücken.«

Manche sehen es aber anders – der ehemalige FED-Chef: »Greenspan erwartet, dass in den nächsten Jahren (kurzfristig, aber immerhin) zweistellige Leitzinsen nötig sein werden, um die Inflation einzudämmen.« (egghat).

Ergänzung 20.9.07: In der FAZ wird es auch kritisch gesehen – »Trügerische Begeisterung»: »Eine Krise, die durch billiges Geld entstand, mit billigem Geld zu bekämpfen, mag kurzzeitig Entlastung bringen. Auf lange Sicht aber schafft die amerikanische Notenbank die Grundlage für die nächste Krise

Ergänzung 22.9.07: Saviano weist auf seinem Börsennotizbuch auf einen anderen FAZ-Artikel hin, in dem Ken Fisher keine Krise erkennen kann.

2. Blomenburger Blogging-Konferenz – Thema Energie

In den nächsten Monaten führt der Venturepark Blomenburg sechs Veranstaltungen zum Thema Regenerative Energien und ihre ökonomische Verwendung durch. Als Veranstaltungsform wurde die Blogging-Konferenz gewählt, von Jörg Weisner und mir technisch-konzeptionell unterstützt. Die erste Podiumsdiskussion:

Thema: »Energieausweis – und was nun?«
Datum: 27. September 2007, 18 Uhr (siehe Anmerkung unten)
Ort: Foyer des Ventureparks Blomenburg

Im Gegensatz zur ersten Blogging-Konferenz ist jetzt schon ein begleitendes Blog unter www.blomenburg-energy.de/blog aufgesetzt, in dem Interessierte Fragen zu den jeweiligen Themen vorab einstellen können. Diese dienen dann den Referenten als Vorbereitung auf die Veranstaltung. Die Podiumsdiskussion wird live ins Internet übertragen, und Onlineteilnehmer können weitere Fragen im Livechat ans Podium richten.

Wichtig: Der Veranstaltungstermin am 27. September 2007 muss leider abgesagt werden, da es zu unvorhergesehenen Terminproblemen kam. Ein neuer Termin wird auf dem Projektblog bekanntgegeben werden.

Hyperaktivität bei Kindern beruht auch auf Nahrungszusatzstoffen

In der gestrigen New York Times wird auf die sogenannte Lancet-Studie1 verwiesen, die beweist, dass Hyperaktivität bei Kindern durch Nahrungszusatzstoffe wie Farbstoffe oder Natriumbenzoat (ein gebräuchliches Konservierungsmittel) hervorgerufen werden kann [Quelle: Fefes Blog].

Die Studie beruht auf einem Doppel-Blindversuch, der mit mehreren hundert Drei- und Acht- bis Neunjährigen durchgeführt wurde. Diese bekamen Getränke mit den obigen Additiven, die darin in Konzentrationen enthalten waren, wie sie in kommerziellen Produkten geläufig sind. Darüberhinaus wurde ihre Ernährung kontrolliert, um andere Quellen dieser Zusatzstoffe zu vermeiden.

Einer Kontrollgruppe wurde zusatzstoff-lose Placebogetränke verabreicht, die genauso aussahen und schmeckten.

Die Kinder wurden von Eltern, Lehrern und ergänzend noch durch ein Computerprogramm auf Unachtsamkeit und Hyperaktivität getestet. Niemand aus der Gruppe der Forscher wusste, welches Kind welches Getränk zu sich nahm.

Ergebnis:

The researchers discovered that children in both age groups were significantly more hyperactive and that they had shorter attention spans if they had consumed the drink containing the additives. The study did not try to link specific consumption with specific behaviors. The study’s authors noted that other research suggested that the hyperactivity could increase in as little as an hour after artificial additives were consumed.

Die Diskussion, wie ich sie aus Elternkreisen kenne, dreht sich hauptsächlich um Süssigkeiten als Auslöser von Hyperaktivität. Aber wenn mensch sich die Inhaltsstoffe mal näher anschaut – dann ist alles wieder klar.

Doc Sarah hat sich auf ihrem Blog öfters mit Nahrungsmitteln und ihren Zusatzstoffen beschäftigt, hier eine kleine Auswahl an Links:

Doc Blog: CODEX ALIMENTARIUSDoc Blog: Codex Alimentarius und gesunde ErnährungDoc Blog: CODEX ALIMENTARIUS Vol.III -Böse neue Welt-Doc Blog: CODEX ALIMENTARIUS Vol.IV – China Blue(s)

Aber, Warnung – dabei kann es eine/m ganz schön schlecht werden.

Was mich bei der ganzen Sache wundert – über diese Zusammenhänge liest mensch nie was in der Zeitung.

Aber, das ist wieder mal ein ganz anderes Thema – schaut Euch mal bei Fefe die Auswertung eines Artikels der Süddeutschen Zeitung zu den usbekischen Bombenbauern an – da lernt mensch das Zweifeln an unserer vierten Macht im Staate – unserer unabhängigen und fundiert recherchierenden Presse. Zitat fefe: »Au weia. Achtung: jetzt kommt wirklich krass üble Agitprop-Gülle direkt aus den finstersten Hirnwindungen der gleichgeschalteten PR-Presse»…

Ach, wenn ich grade dabei bin – in diesselbe Kerbe haut der Spiegelfechter mit seinem Artikel »Regenmacher«, die Kommentare sind ebenfalls lesenswert!


  1. Online ist Kurzfassung leider nur nach Registrierung zu lesen. [back]

Lesebefehl: Wer wird von der Arbeitsagentur als Behindert eingestuft

Mir klappte grade der Unterkiefer runter – auf innovativ.in schildert Claus Kossmann, Inhaber einer Personalberatungsagentur, wie er vor kurzem einen neuen Mitarbeiter, der schon längere Zeit arbeitssuchend war, einstellte. Unter den ganzen Papieren, die er ausfüllen durfte, war auch das Formular EGZ 7a – betreffend »besonders betroffener schwerbehinderter Menschen«. Seltsam nur, dass der Mitarbeiter von seiner Schwerbehinderung nichts wusste.

Nachfrage bei der Bundesanstalt für Arbeit: »Ja, Herr F. sei aus formulartechnischer Sicht der Behörde ein besonders betroffener schwerbehinderter Mensch, da er älter als 45 Jahre ist!»

???

Kann ich mir dann auch einen Schwerbehinderten-Ausweis ausstellen lassen, zähle ich doch 48 Lenze? Liebe Entscheider in der BA, ich habe den Verdacht, dass Ihr nicht wisst, was Ihr da tut… Überall fehlen die Fachleute, das Rentenalter wird alle paar Jahre höher geschraubt – und Ihr stempelt die berufserfahrenen Älteren als »besonders betroffene Schwerbehinderte« ab?

Das ist – vorsichtig ausgedrückt – diskriminierend!

Bericht auf innovativ.in.

Persönliche CO2-Bilanz berechnen

Wolfgang Horbach macht heute bei innovativ-in auf einen CO2-Rechner des WWF aufmerksam. Mit diesem kann mensch für die Bereiche Konsum, Ernährung, Flugverkehr, ÖVNP, Privatfahrzeug, Strom und Heizung seinen persönlichen CO2-Ausstoß abschätzen. Hinzu kommt noch ein allgemeiner Anteil an den staatlichen Emissionen (entstehen bei staatlichen Dienstleistungen).

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß eines Bundesbürgers beträgt 11 Tonnen per annum, ich kam auf 8,6 Tonnen…

wwf-co2-rechner

Persönliche Einsparmöglichkeiten: Konsumbereich, Ernährung (mehr lokale Produkte verwenden, weniger Fleisch essen, saisonale Produkte bevorzugen), und natürlich Heizung, Strom und Privatverkehr…

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