Modern Media: Twitter-Tools und sonstiges Gezwitscher

In den letzten Tagen war ich fauler, was das Twittern anging. Wochenends halte ich mich meist vom Internet fern, und Webworking war in den letzten Tagen weniger angesagt, mehr offline-Arbeiten am Rechner (ja, das geht auch, und – dabei bin ich meist konzentrierter, als wenn nebenan noch das eine oder andere Programm an meinen Nerven zerrt, zwitschert oder mich auf neue (Spam-)Mails aufmerksam macht.

Das Eine oder Andere ist mir dennoch widerfahren… so zum Beispiel

Mr Tweet – wer könnte in Deiner Follower-Liste noch fehlen?

Wenn mensch MrTweet folgt, dann bekommt mensch schnell eine direkte Nachricht (DM, direct message) von dem Programm, das eine/n auf eine eigene Seite lenkt, auf der mensch auf Vorschläge, welchen Twitterern mensch im eigenen Netzwerk noch folgen könnte sowie Angaben zur eigenen Twitternutzung, aufmerksam gemacht wird.

Interessant finde ich es, wie das Programm Leute ausmacht, die quasi im selben Umfeld wie mensch selber aktiv sind; Kennzeichen ist eine mehr oder weniger grosse Überschneidung mit der eigenen Freundesliste.

Zu jedem Twitterer werden Statistiken angeboten – Anzahl Freunde, Anzahl Follower, durchschnittliche Anzahl an Tweets je Tag (wichtige Grösse! Ich verlier leicht den Überblick – zum Beispiel habe ich SpiegelOnline1 schnell wieder ge-unfollowed, weil sie Twitter mit News zuspammen – darauf habe ich nun mal keinen Bock!) und weitere Angaben aus deren Profilseite.

politcamp09 am 2./3. Mai 2009 in Berlin

Angestossen und organisiert von Valentin Tomatschek, dem die Idee kurz vor Cems mbc09 in Hamburg kam, schnell reifte und bald online ging.

Ursprünglich für den 9./10. Mai 2009 geplant, wurde die (Un-)Konferenz politcamp09 nun um eine Woche vorverlegt. Nach nur einer Woche Kartenverkauf sind die ersten 100 Tickets zum Sonderpreis schon weg – die Veranstaltung stösst auf grosses Interesse.

Das Thema – Obama, Web2.0, Wahlerfolge. Die deutsche Politik fängt an sich zu regen, stehen wir doch vor einem Superwahljahr, und 2010 folgt auch noch die eine oder andere. Nur, kommen die Politiker Deutschlands auch mit dem Web klar? Aus dem pc09-Blog:

Es gibt zwar einige Ansätze von den Parteien, doch entweder sind sie ungenügend umgesetzt oder richten sich mehr nur an die eigenen Mitglieder. Oft beschleicht einen auch das Gefühl, dass die Politik nahezu Angst hat wirklich im Netz zu agieren.

Doch wie kann man die alten Strukturen aufbrechen? Hilft es wirklich, wenn immer nur Forderungen an die Politik gestellt wird? Kann nicht auch dieser Wandel von der Basis her initiiert werden? Kann man die Politik gar “an die Hand” nehmen. Um nicht zu sagen: “Sanft in eine gute Richtung stoßen?”

Ich weiss leider nicht, ob ich hinfahren werde – zeitgleich findet in Selent der erste Kulturmarkt statt. Obwohl, andererseits, im September folgt der zweite – vielleicht sollte ich mir doch eine Karte für #pc09 reservieren, los wird mensch sie auf jeden Fall wieder …

Ergänzung: Im Lande #SH wird schon politisch getwittert, verhalten zwar, aber die Anzahl der Politiker bei Twitter wächst an. Schwerpunkt liegt natürlich im Bereich der Jüngeren (GrüneJugend, JU, Juso,…), aber ein veritabler Landesvorsitzender ist auch dabei – @Ralf_Stegner. Eine ausgezeichnete Liste hat der Ahrensburger Johann von Hülsen, JU, auf seinem Blog erstellt. Er kommt zu dem Ergebnis: »Beeindruckend finde ich das Übergewicht der CDU in Stormarn. Landesweit ist wohl noch die SPD vorne. Sollten aber die vor Kurzem angelegten Accounts aus dem Landesvorstand der Jungen Union noch alle Aktivität entfalten könnte sich das Blatt schnell wenden. Der Vorsprung ist nämlich wirklich nicht groß. Vielleicht auch schon aufgeholt?»

Ausgang der Schlacht noch offen – bis 2010 (Landtagswahl SH) ists ja noch ein Weilchen hin. Trotzdem, der Wahlkampf auf Twitter treibt die ersten Blüten – oder etwa nicht? Vor ein paar Tagen fiel mir ein (augenscheinlicher) Genosse auf, der unter dem Namen @stegnersfanclub fröhlich poetische Sinnsprüche pro-Stegner verfasste – manchmal ganz schön deftig: »2010 daran besteht kein Zweifel, schickt Stegner den Harry in Rente in die Eifel.« oder »Im Norden weht ne steife Briese. Ralf ist unser roter Riese der 2010 die Wahl gewinnt,weil Opa Harry nix mehr bringt«.

Na gut, dachte ich, aber das wird es nicht so ganz bringen. Ein Stohfeuer halt. Aber followen wir dem guten Manne mal…

Heute morgen war ich denn bass erstaunt, hatte ich doch einen neuen Freund namens @Carstensen2010, wobei ich mich nicht dran erinnern konnte, jemanden diesen Namens gefolgt zu sein2.

WTF, nichts geraucht und nichts getrunken, nicht übernächtigt am Rechner / Handy gesessen…

Mal schauen, was schreibt der Gute denn so – oha, aus der SPD aus- und in die CDU eingetreten? Zuvor ein Tweet »So Schluss mit Twitterwahlkampf für Ralf Stegner, die SPD ist undankbar und schätzt meine Unterstützung nicht. Wechsele zur CDU.«.

Eieiei, klar, nicht jeder Wahlkampf weiss zu gefallen, kann ich nachvollziehen. Ich würde mir meine Wahlkampf-Sprüche auch lieber selbst texten. Jetzt bin ich gespannt, welche Gruppierungen im Laufe der Monate noch in den Genuss wahlkämpferischer Poesie kommen werden – auf CDU-Linie isser schon (»Angela Merkel-Weltklasse für Deutschland«).

P.S. Ich bin mir nicht sicher, ob die Chose echt ist, könnte ebenso eine Realsatire auf obama-eskes Verhalten (nord-)deutscher Provinzpolitiker sein. Lassen wir uns überraschen!


  1. interessant auch, wie SpOn schnell auf den Zug aufgesprungen sind – vor wenigen Wochen lästerten sie noch unheimlich über Twitter – zu Zeiten von #bombay oder #gaza [back]
  2. das Denglisch bringt mich noch um! Twitterdeutsch ge-followed, gefolgt, verfolgt, gestalkt,… ist mir heute abend zu hoch, da ne erträgliche Ableitung zu erfinden [back]

Jörg Weisners YuKoN-Methode geht in die Blogger-Praxiserprobung

Jürgen Heinz (Geschäftsführer der Firma TeNo, Hersteller der YuKoN-Armbänder), lobt heute in seinem Blogartikel »YuKon-Methode: 50 Tester gesucht« ein Methoden-Test aus:

TeNo will’s wissen – was ist dran an der YuKoN Methode? Ich habe ja hier schon über das neue Buch von Jörg Weisner “Erfolgreiche Gewohnheiten” berichtet. Wie der Titel schon verlauten lässt, geht es um erfolgreiche Gewohnheiten, die man sich mit Hilfe der “YuKoN Methode” spielerisch antrainieren kann. Wir wollen nun wissen, was dran ist an der YuKoN Methode und suchen hierfür bis zu 50 Blogger, die diese YuKoN Methode auf Herz und Nieren testen.

Jedem ausgewählten Bewerber wird ein Buch »Erfogreiche Gewohnheiten« von Jörg Weisner sowie ein YuKoN Basisarmband zur Verfügung gestellt. Nach Abschluss der Challenge – der Aufgabe oder Herausforderung, die sich der Tester selbst gestellt hat – darf er das Armband behalten.

Aber das ist noch nicht alles:

Wer seine erste Challenge geschafft hat, ist sicher bereit, eine nächste persönliche Herausforderung zu meistern. Spring über deinen Schatten und traue dir was zu. :-)

Unter allen mutigen YuKoN Challenge Testern verlosen wir

drei x einen Fallschirm Tandemsprung im Wert von je 199 Euro.

Puh, das finde ich persönlich nicht gerade als zusätzlichen Anreiz, sondern wirklich als bedrohliche Herausforderung – mir ist eine Dreimeterleiter schon zu hoch ;-)

In den letzten Tagen habe ich darüebr nachgedacht, Jörgs Methode mal am eigenen Leibe auszuprobieren. Dadurch, dass es nicht »im stillen Kämmerchen«, sondern im Austausch mit den anderen mutigen Testern, sei es über Blogbeiträge, sei es in Jörgs Forum auf Ning, geschehen könnte, wäre es doppelt so spannend – kneifen wäre nicht möglich.

Halt – denke/mache ich da nicht wieder was falsch – Jörgs Methode geht doch davon aus, dass mit der vielbeschworenen »Selbstdisziplin« (à la gute Vorhaben zum neuen Jahr) kein Blumentopf zu gewinnen ist, sondern dass ständiges Üben und tagtägliche Überprüfen des angestrebten Vorhabens dies nach und nach zur Gewohnheit werden lässt. Nach 3 Wochen tagtäglichem Erfolg ist dann eine Challenge geschafft – das hört sich einfach an, aber – naja, das kennt ja jeder von unsich hab da so meine Zweifel…

So, was ist meine »Herausforderung«, mit der ich mich bei TeNo bewerben will? Sie muss einfach überprüfbar sein, denn sonst geht jeden Tag die Diskussion mit mir selbst los – »kann ich das nun positiv werten oder nicht?«. Spontan fallen mir meine diversen Vorsätze ein: dieses Jahr mit dem Rauchen aufzuhören; früher ins Bett gehen, um morgens früher am Schreibtisch zu sein und so weiter…

Aber, halt – wie wäre es damit, mich jeden Arbeitstag sportlich zu betätigen, wenigstens zu walken, ne halbe Stunde Holz zu hacken oder wenigstens einen langen Spaziergang zu machen? Arbeitstag deswegen, da Spazierengehen am Wochenende schon fast Gewohnheit ist – und sei es nur, um die »Baustellen« unseres Bauausschusses zu kontrollieren ;-)

Yep, hört sich gut an. Einfach zu überprüfen – ja. Positive Nebenwirkungen – ja (hoffentlich abends müder, Strukturierung des Tagesablaufs). Gut, also gleich zu TeNo aufs Blog.

Twitter – Spannend wirds mit dem Handy

Am liebsten will ich per Internet drauf zugreifen, aber – das kann ich erst später testen, zur Zeit habe ich leider kein Netz… Per SMS nach England dürfte es einfach zu teuer sein, für nen Schwaben ist die Entscheidung schnell getroffen ;-)

Blog intern – nun zwitscherts doch!

neugier twitterSchrieb ich noch am 14. März 07, dass meine Sidebar twitter-frei bliebe, so siegte bei mir heute doch die Neugier. Kurz angemeldet, angefangen, mir interessante Feeds (oder wie nennt sich das nun unter Twitterians?) rauszusuchen, und die Sidebar erweitert.

Über Twitter stolperte ich in den letzte 24 Stunden in vielen (Medien)Blogs rund um die Berichterstattung über Bombay / Mumbai. Die Erstinformation erfolgte hauptsächlich über Twitter, die klassischen Medien (TV, Online, Print) folgten deutlich zeitversetzt (s. unter Indiskretion, DonDahlmann, medienlese,…)

SpOn sieht das Gezwitscher kritisch, Christian Stöcker meinte dort:«Doch viele vermeintliche News sind chaotisch oder bloße Kopien – und manche sind schlicht falsch.« Naja, wenn wir uns die Berichterstattung in den klassischen (Holz-)Medien so ansehen – die Mantelseiten strotzen von dpa-Meldungen, wehe, eine davon ist falsch…

Edit 1.12.08: Der Elektronische Reporter Mario Sixtus hat nen Bericht übers Twittern: »Microblogging: Leben in 140 Zeichen«.

Des deutschen Blogdorfs Historie grafisch aufbereitet

Gestern schickte Jörg mir »Uraltblogger« nen Hinweis auf einen Blogbeitrag, der die zeitlichen Herkünfte der deutschen Bloggerszene nachverfolgt und grafisch aufbereitet.

Ich hab bei mir mal nachgeforscht und kam auf den 2. Juni 2003, noch unter MovableType. Zu dieser Zeit waren nur wenige Blogs in D aktiv:

blog-historie-d-1

Ergänzung 23.10.08: Benedikt hat mich heute nacht mit in den Zeitstrahl aufgenommen, deshalb ist obige Grafik aktualisiert. Und – er hat meinen allerersten Post vom 2.6.03 ausgebuddelt, den ich so nicht mehr auf der Reihe hatte. Inhalt (natürlich) reichlich sinnfrei ;-)
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