Blogging-Systeme

Gestern auf der Blogging-Konferenz kam am Rande auch die Frage auf, welche Software es dafür gibt und durch was sie sich unterscheiden. Bei Jörg Petermann fand ich eben einen Verweis auf die Site Weblog-Matrix, auf der ein direkter Vergleich von derzeit fünfzehn Weblog-Systemen möglich ist.

Das Ergebnis sieht dann so aus:

blog-matrix

Ich finde es eine gute und gelungene Sache, mensch kann sich schnell einen Überblick über die wichtigsten Features machen.

Blogging-Konferenz: Eine sehr gute Veranstaltung (offline)

Hier nur ein kurzer erster Bericht, wieso, werdet Ihr gleich verstehen.

Die Konferenz war sehr gut besucht, rund 25 Teilnehmer hatten sich eingefunden, und begannen schon während Jörg Weisners Vortrag mit einer sehr lebhaften Diskussion, von der ich leider nichts mitbekam, denn:

Online gestaltete es sich deutlich schwieriger. War am Anfang die Tonübertragung noch ganz ok, brach mit der Zeit die Technik in sich zusammen – Jörgs Account beim Conferencing-Server war nach 22 Minuten weg, und mit ihr eine Webcam, diejenige mit dem besten Bild. An den Rechner kam ich aber nicht ran, weil da Jörgs Powerpoint lief. Danach warf mein Rechner mit Bluescreens um sich, sodass meine Webcam auch regelmässig offline war. Naja, den Rest kann mensch sich denken. Ganz zum Schluss, als Jörgs Cam wieder online war, gings wieder. Nur, da war die Veranstaltung schon zu Ende :-(

Zum Glück wurde die Konferenz noch per Video mitgeschnitten. Ich hoffe, dass diese Technik sich bewährt hat, und wir Essentials daraus noch an Euch weitergeben können.

KN vom 12.3.07, S.7: Bloggen hilftIch hab Bruchstücke des Treffens gerade eben nachverfolgen können, als ich die Konferenzmitschnitte per Screencapturing vom DigitalSamba-Server heruntergeholt habe – Realsatire pur, ROFL1. Liebe Online-Teilnehmer, nochmals DANKE, dass Ihrs mit Humor bis zum Schluss ausgehalten habt. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass wir vorhin Generalprobe hatten…

Eine umfassendere Manöverkritik gibts in den nächsten Tagen. Und eine kleine Presseschau – zu der bin ich jetzt zu müde.

Edit 12.3.07: Um heutigen Presseartikel aus den Kieler Nachrichten (Seite 7, Wirtschaft: »Bloggen hilft — mit einigem Geschick« von Jörn Radtke) ergänzt.


  1. Rolling On Floor Laughing: Sich vor Lachen auf dem Boden kugeln [back]

Näheres zur heutigen Blogging-Konferenz…

…finden Sie auf dem Blog der Blogmoderatoren, über Inhalt, Ablauf und weitere Links.

Schauen Sie doch mal vorbei, es haben sich derzeit 21 Teilnehmer persönlich angemeldet, und an der Online-Konferenz nehmen rund 25 Personen teil.

Und falls Sie es nicht schaffen – wir werden in den nächsten Tagen die Essentials der Konferenz dort veröffentlichen.

TÜV für Blogs: So weit würde ich nicht gehen wollen

Steffen Voß schlägt eine technische Qualitätsprüfung für Blogs vor:

Eine Selbstverpflichtung für Blogger oder ein Qualitätsnetzwerk ist natürlich ein Ansatz, der schon heute für eine Steigerung der Qualität von Blogs und deren Ansehen sorgen könnte. IMHO wird es neben einer Selbstverpflichtung eine technische Lösung geben, die es dem Leser ermöglicht zum einen relevante Artikel zu finden und dann zu erkennen, von welcher Qualität der Artikel ist.

Das Ganze als Mashup von Google-Indizierung der Blogs, Einträge der AutorInnen in Social Networks like Xing und das Ganze verknüpft über Microformate. Eine deutsche Lösung: Überlasst die Beurteilung der Technik.

Mediennutzung setzt Medienkompetenz voraus. Das ist im Printbereich so, und wird auch weiter im Internet der Fall sein. Der Leser beurteilt anhand des Presseorgans und dessen Umfeld die Qualität der Schreibe. Zur Zeit funktioniert es doch auch in der Blogosphäre, warum soll es zukünftig anders sein?

Die handwerklich guten Blogs werden gut wahrgenommen, die anderen mendeln mit der Zeit aus.

Ende der Unschuld oder Wie kennzeichnen Blogger bezahlte Beiträge?

Die Diskussion um auf die eine oder andere Weise gesponsorte Blogbeiträge kam im vergangenen Jahr auf (Stichworte Opel-Blogger, Cola-Blog). Nun kommt Sturm auf, der Ton hat sich verschärft (Zitate in zufälliger Reihenfolge). Soweit ich es beurteilen kann, bringt adical – »eine Plattform für Werbung, auf Blogs, organisiert von Bloggern« (und vielleicht noch die Playstation3 auf nerdcore) – das Ganze jetzt zum Kochen.

Ich hab mich bislang wenig um die Diskussion geschert, da ich still und leise aus meinem Selenter Stübchen meine Beiträge schrieb, von Begriffen wie »Authentizität«, »Creditibility«, »PR« oder »Werbung« wenig bekümmert. Ich hatte meine handvoll Leser aus dem Umland, über Google kamen einige hinzu, wobei die meisten sofort wieder sang- und klangkommentarlos verschwanden.

Mir wurde erst im letzten Jahr so richtig klar, dass ich durch meine Bloggerei im Bereich »Journalismus« wildere, in dem ich nicht nur Nachrichten und Vermischtes aus Selent und Umgebung aufgreife, die den Printmedien entweder nicht zu Ohren gekommen oder als zu unwichtig ausgefiltert wurden. Mit der Zeit recherchierte ich den Geschichten hinterher, um auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen.

»Werbung – auf einem Nischenblog, das sich nicht auf wenige Inhalte eingrenzen lässt – Unsinn, ist ja nur ein Privatvergnügen«, dachte ich lange Zeit. Wenn nicht mit der Zeit die eine oder andere Pressemitteilung auch bei mir aufschlüge, und mich dann doch zum Nachdenken brachte.

Für die Printmedien gilt die freiwillige Selbstverpflichtung in Form des sogenannten Pressekodex, in dem die Grundlagen der journalistischen Arbeit, aber auch die Trennung zwischen redaktionellen und werblichen Beiträgen – durch das Wort Anzeige z. B. – festgeschrieben ist (ob sich die Medien dran halten, ist eine andere Frage, s. BildBlog ;-) ).

Weblogs sind da bislang »fein raus«1, es kommt auf den Blogger an, wie genau ers mit der Wahrheit nimmt. Und da liegt auch schon der Hase im Pfeffer: Ich will natürlich gelesen werden, sonst könnte ich es auch auf meinem Webserver daheim veröffentlichen ;-) , also bemühe ich mich, sorgfältig zu schreiben.

Gestern, als ich meinen Beitrag zur Location Blomenburg schrieb, merkte ich irgendwann, dass mir reinste PR aus der FederTastatur floss (»entstanden bislang zwei Neubaugebiete, die landschaftlich reizvoll am Rande des Blomenburg-Waldparks gelegen sind, umgeben von Äckern und Wiesen und von ausgedehnten Feuchtbiotopen«). Das schockte. OK, ich habs dringelassen, aber – bislang habe ich zu dem Projekt einen kritischen Abstand gehalten. Grundsätzlich positiv demgegenüber, aber kritisch. Und nun, nur um meine eigene Veranstaltung zu promoten, diese Töne?

Hoffentlich nur ein Ausrutscher – denn auf diesem Blog will ich keine Werbung, weder bezahlt noch unbezahlt, machen. Die PMs zu Veranstaltungen vom VenturePark packe ich seit Ende letzten Jahres wieder auf die Site des Wirtschaftsvereins.

Dennoch – der Diskussion werde ich in Zukunft mehr folgen…

Weitere Meinungen zu diesem Thema: Schaut bei Anke Gröner, LisaNeun, turi2 oder Tobias. Zum Themenkomplex »Glaubwürdigkeit von Blogs« und »journalistischer Neutralität« noch ein längerer, älterer Artikel auf women at work.


  1. nach dem neuen Telemediengesetzen von 2007 aber auch nicht mehr: »Der neue RStV gilt für alle Telemedien, also grundsätzlich auch für Blogs und Podcasts. Das Gesetz unterscheidet aber zwischen solchen Telemedien, die journalistisch-redaktionell gestaltet sind, und solchen, auf die dies nicht zutrifft. Bestimmte Mediendienste, wie etwa ein journalistisch anmutendes Nachrichtenblog, haben dann den anerkannten journalistischen Grundsätzen zu folgen. Zum Beispiel müssten die Nachrichten vor ihrer Verbreitung auf Inhalt, Herkunft und Wahrheit vom Anbieter geprüft werden. [Quelle: telepolis]« [back]
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