Google wirft mich aus dem Index?

Heute vormittag Heulen und Zähneklappern, als ich folgendes Mail erhielt:

google-spam»Sehr geehrter Seiteninhaber oder Webmaster der Domain www.frankhunck.de, bei der Indexierung Ihrer Webseiten mussten wir feststellen, dass auf Ihrer Seite Techniken angewendet werden, die gegen unsere Richtlinien verstossen. Sie finden diese Richtlinien unter folgender Webadresse:[…]
Um die Qualitaet unserer Suchmaschine sicherzustellen, haben wir bestimmte Webseiten zeitlich befristet aus unseren Suchergebnissen entfernt. Zurzeit sind Seiten von www.frankhunck.de fuer eine Entfernung ueber einen Zeitraum von wenigstens 30 Tagen vorgesehen.«

Schock. Was habe ich in den letzten Tagen geändert? OK, eine 404.php über .htaccess eingebunden, die mir auch Mails mit den Anfragen schickt (auch dazu gut, um rauszukriegen, welche Sicherheitslöcher angetestet werden). Aber ich hatte vergessen, die Header-Information 404 mitschicken zu lassen. Gut, geändert.

Nur, an dem kanns alleine nicht gelegen haben. Dann das elende Problem mit dem doppelten Inhalt (»double content«), bei mir hauptsächlich durch die Feeds verursacht, da ich bei den Seiten schon ein »noindex, follow« einfügen lasse.

Plugin No Index-Feed installiert, den RSS-Links ein »rel=nofollow« hinzugefügt. Jetzt dürfte es doch besser sein.

Dann habe ich mich noch ein bisschen bei den Webmastertools von Google rumgetrieben und stiess auf die deutsche Google-Diskussionsgruppe für Webmaster. Und was durfte ich da lesen?

Die Mail ist höchstwahrscheinlich Spam.

Bringt zur Zeit aber viele Webmaster und -designer ans Rotieren, weil ihre Kunden anrufen und nachfragen, was zum Teufel denn da los sei. Im Mai gab es anscheinend auch schon so eine Mail, daraufhin hat Google in ihrem Webmaster-Zentrale Blog erklärt, dass sie fürs Erste keine Mails mehr versenden, sondern sich andere Möglichkeiten ausdenken würden, wie sie die Webmaster kontaktieren werden (Deutsche Webmaster durch falsche Penalty-Emails verunsichert).

Boah, ey. Wieder einmal: Zuerst googeln, dann handeln.

Umstritten ist, ob Google jemals schon Mails an Webmaster versandt hat. Matt Cutts schreibt in seinem Blog Ende 2005, dass Google ein Pilotprojekt in diese Richtung starten wolle. Und der Artikel enthält auch ein Beispiel, wie ein solches Anschreiben aussehen könnte. Dieses haben die bösen Jungs anscheinend übersetzt… BTW, unter den Kommentaren finden sich nun aktuelle aus Deutschland, wo sich beklagt wird, dass mensch keine angemessene Reaktion auf Supportanfragen an Google zu diesem Thema bekommen würde, nur Standardantworten. Das ist halt das Problem mit den Big Playern, denke ich mal.

Das Gute an der Sache – nun ist meine Site weiter optimiert ;)

Flickr: Wohin wandert die deutsche Blogging-Szene?

Flickr hat genug vom Protest. Die Aktionsbilder zu »Think, Flickr, think« sollen von der Startseite verschwinden, da sie andere Nutzer davon abhalten, Flickr als das zu nutzen, was es sei – eine Fotocommunity. In der deutschen Bloggingszene hat sich nun eine Absetzbewegung breit gemacht.

Don Dahlmann hat eine gute Aufstellung der Flickr-Alternativen erstellt, und Kai fragt alle Dissidenten, wohin sie wechseln werden, denn alleine bei einem neuen Dienst, dass kann es ja auch nicht sein, wo bleibt denn da die Gemeinschaft.

Ich für meinen Teil weiss es nicht; Flickr war einer meiner wenigen Versuche, irgendwas mit Web2.0 zu tun zu bekommen, aber so richtig hats mich nicht gepackt. September 2006 hatte ich mich angemeldet, meine 100 Bilder hochgeladen, und das wars dann. Später fand ich eine nette Fotogalerie für Wordpress, die ich daraufhin benutzte, und Flickr – interessierte mich nicht mehr.

In meinem Falle wars eigentlich der letzte Anstoss zu einer Flurbereinigung. Zuwas bei einem Dienst angemeldet sein, den mensch nur halbherzig nutzt. Ich hoste meine Bilder lieber auf einer meiner Domains, da habe ich sie im Griff.

Was liest mensch sonst noch? Frank Helmschrott sieht die Sache ruhiger – er war noch nie Flickr-Fan. Er fragt sich, wieso viele Konsequenzen von Flickr/Yahoo nach dem Protest sehen wollen, anstatt nicht gleich die Konsequenz zu ziehen und den Dienst zu wechseln. Robert Basic schwört auf Photobucket als Bilderdienst mit den notwendigen Features, aber ohne Web20-Gedöns.

Blogstatistik: It is flickr day

Gerade ein bisschen auf meine »neue« SemmelStatz-Statistik geschaut. Flickr ist in aller Munde, wie es scheint:

Am meisten gelesene Beiträge heute: It is flickr day

Oben sind die am häufigsten gelesenen Beiträge von heute dargestellt. Beitrag 1, 2, 4 und 7 drehen sich um flickr. Zugriffe meist über Google.

Vieles wächst mir über den Kopf

Wo steht er denn, der Rasenmäher

Als ich letzte Woche mal wieder einen bewussten Streifzug durch meinen Garten gemacht habe und bis in den letzten Winkel1 vordrang, erschrak ich ordentlich. Das Gras auf der Wiese steht fast hüfthoch, vom blühenden Giersch ganz zu schweigen. Und dabei hatte ich doch alles so schön im Griff!

Pustekuchen. Die Natur wartet nicht, und anstatt mich auf fremden Weiden herumzutreiben, hätte ich eher bei mir den Rasenmäher anwerfen sollen. Der hat jetzt schwer zu kämpfen…

Ähnlich ist es mir mit meinem WP-Statistik-Tool WP-Slimstat ergangen; dort musste ich gestern auch den Rasenmäher ansetzen – die Datenbanktabellen waren innerhalb eines Monats um rund 15 MB angewachsen. Nur, es blieben 7 MB zurück. Dies ist mir eindeutig zu viel, also chemische Keule raus – Plugin deaktiviert und Tabellen platt gemacht.

Jetzt läuft Semmelstatz2 als Statistik, hat nicht so viele Optionen, soll aber deutlich ressourcenschonender arbeiten.


  1. was bei meinem Garten einen ordentlichen Fussmarsch bedeutet, denn er ist schmal, rund 15 bis 17 Meter, dafür aber seeeehr lang. Grösse 1600m² [back]

Zehntausendsiebenhundertundfünf Kommentare, wow!

Schön wäre es, wenn es wahr wäre. Der Datenbankindex meldet diese Zahl, nur — sind es zu 99,x% Spam, Kommentar- und Trackbackspam, die mir SpamKarma zuverlässig vom Halse hält.

In den letzten Wochen rutschen händische Kommentare durch, die, naja, nicht so ganz zielgerichtet eingegeben werden. Irgendwie tauchen mehr und mehr Spielkinder auf, die ausprobieren wollen, ob das Kommentarfeld denn tatsächlich ihren Eintrag schluckt. Witzig zu sehen, wie sie es ein paar Mal hintereinander probieren, die Namen wechseln (Fra*z Beckenb***r als Beispiel), nur die IP-Adressen bleiben gleich…

Aber es hält sich ja noch in Grenzen, trotz weltweitem Web.

Pages: Prev 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ...22 23 24 Next
Warum Firefox? Clicky Web Analytics