Wer sagte, dass die Deutschen Banken besser wären…

Bei fefe gefunden und aufgesucht:

Sicher sind die Landesbanken nur ein Problem in der weltweiten Finanzkrise, dennoch kennzeichnen sie besonders das Versagen aller Kontrollinstanzen! Die 3 führenden Landesbanken Deutschlands halten ein Volumen von 5,9 Billionen Euro an ausstehenden Derivaten, das 4,98-fache ihrer Bilanzsumme bzw. 243,4% des deutschen BIPs. Auch das Engagement an Kreditderivaten in gemeinsamer Höhe von 361,1 Mrd. Euro verursacht pures Unverständnis.

Die Drei schieben eine Bilanzsumme von zusammen 1,183 Billionen Euro vor sich her, mit einem Eigenkapital von nur 25,25 Mrd. Euro. Das durchschnittliche Leverage Ratio liegt beim unglaublich 46,85-fachen!

Des deutschen Blogdorfs Historie grafisch aufbereitet

Gestern schickte Jörg mir »Uraltblogger« nen Hinweis auf einen Blogbeitrag, der die zeitlichen Herkünfte der deutschen Bloggerszene nachverfolgt und grafisch aufbereitet.

Ich hab bei mir mal nachgeforscht und kam auf den 2. Juni 2003, noch unter MovableType. Zu dieser Zeit waren nur wenige Blogs in D aktiv:

blog-historie-d-1

Ergänzung 23.10.08: Benedikt hat mich heute nacht mit in den Zeitstrahl aufgenommen, deshalb ist obige Grafik aktualisiert. Und – er hat meinen allerersten Post vom 2.6.03 ausgebuddelt, den ich so nicht mehr auf der Reihe hatte. Inhalt (natürlich) reichlich sinnfrei ;-)

Amerikanischer Wahlkampf mal anders

Little Known Sarah Palin Facts

palin-fact-compasses-large

und hier was von der amerikanischen Künstlerin Zina Saunders, gefunden bei pushing fifty

Palin-Liberty Zina-Saunders»Palin bags a big one«

Kieler Nachrichten: Archiv-Funktion? Kannste anscheinend vergessen!

Merkwürdige Verlinkung bei der KN-Online. Am 20.10. habe ich meinen Artikel zum Relaunch geschrieben und dabei auf das Editorial vom Chefredakteur verlinkt. Heute schon ist nichts mehr unter http://www.kn-online.de/top_news/17725_Willkommen_auf_KN_online.html zu finden:

kn-seite-existiert-nicht-mehr

»Die von Ihnen aufgerufene Seite existiert nicht oder nicht mehr.«

Das geht aber schnell! Eine Suche nach dem Autor erbrachte auch nichts – verschwinden also Top-News nach einer geringen Zeit im Orkus? Das wäre schade.

Kurz noch in Google nachgeschaut. Hier taucht ein Link zu einem Kommentar des oben zitierten Artikels auf:

Bild

Hier heisst es nun konkreter: »Der angegebene Artikel ist nicht mehr verfügbar!« Nun gut, hoffentlich betrifft es nur die Leitartikel…

Gratulation an die Kieler Nachrichten – Relaunch von kn-online gelungen!

Letzte Woche habe ich vernommen, dass sich die Zeiten des unübersichtlichen und unvollkommenen Online-Angebots der Kieler Nachrichten

KN Online bis 19. Oktober 2008

bald zu Ende gehen würden – nun sollte ein neues Layout her.

Das war schon lange überfällig, denn einerseits zeichnete sich der Auftritt durch einen unübersichtlichen Link-Wald aus, der die wenigen, nicht gerade aktuellen Inhalte schier erschlug. Ein direktes Verlinken war in den meisten Fällen nicht möglich, da sich die entsprechenden Artikel nicht aktuell im Netz befanden und zumeist auch nie freigeschaltet wurden – dann war die klassische Methode angesagt – abschreiben oder abscannen oder abfotografieren, was wirklich nicht mehr state of the artist.

Diese Zeiten sind nun glücklicherweise vorbei: Seit heute erscheint die kn-online in einem neuen, gefälligen Gewand:

kn-online-na-endlich

Chefredakteur Heinemann dazu:

[…]So schnell wie Radio und Fernsehen werden ab heute die wichtigsten Ereignisse aus Schleswig-Holstein, aus der Landeshauptstadt, aus Ihrem Kreis und häufig auch aus Ihrer Gemeinde schon unter KN-online zu lesen sein, und damit meist lange, bevor die Zeitung auf dem Frühstückstisch liegt.

Die Online-Texte sind vielfach speziell für dieses Medium aufbereitet, an die Stelle des einen aus der Zeitung gewohnten Bildes treten Bilderstrecken, bald auch Videos. Sie bleiben nicht in der Rolle des schlichten Konsumenten, sondern können direkt unsere Online-Berichterstattung kommentieren oder über vorbereitete Links ihren Wissensdurst individuell stillen.[…]

Zeitungsleser als schlichte Konsumenten? Was können denn wir Leser dafür, dass sich die KN solange Zeit gelassen hat, sich den Zeitläufte anzupassen? Ein klein bisschen überheblich, denn anderenorts ist dies schon seit Jahren möglich…

Ich bin mal gespannt – das Kommentieren ist eine schöne Funktion, erfordert aber eine ständige Aufmerksamkeint von Online-Redakteuren, denn schnell können sich Schlammschlachten entwickeln, die nur durch einbeherztes Eingreifen einzudämmen sind.

»[…]ab heute die wichtigsten Ereignisse aus Schleswig-Holstein, […] häufig auch aus Ihrer Gemeinde[…]« – Ihr Wort in Gottes Ohr, Herr Heinemann. In den letzten Jahren zeichnete sich die Berichterstattung der Kieler Nachrichten vor Ort leider dadurch aus, dass es zum Privatvergnügen der Lokalberichterstatter wurde, ob sie an Gemeindevertretungs- oder Ausschuß-Sitzungen teilnehmen, von Verbandsversammlungen oder Vereinsfesten berichten – der Zentralredaktion genügt es offensichtlich, wenn telefonisch nachrecherchiert wird. Klar, keine Frage – Kosten reduzieren. Andererseits bleibt dann aber nicht mehr viel von gatekeeper und unabhängiger Presse – denn die Information ist dann nicht mehr aus erster Hand.

Ansonsten aber – endlich kann mensch die neuen Nachrichten im RSS-Reader oder Handy lesen, und – wie gesagt – das Zitieren wird einfacher. Und das beste von allem – die Redakteure geben ihre Texte anscheinend direkt ins System ein, sozusagen Live-Berichterstattung – eigentlich nichts Ungewöhnliches, ich selbst mache, wenn ich Netzzugang habe, auch nichts anderes anderes. Nur, von den KN habe ich es halt nicht erwartet ;-)

Das Layout folgt einem – anscheinend für Online-Medien – vollkommen neuen Konzept:

Das Konzept ist bisher einmalig für eine deutsche Nachrichtensite. Auf Homepage und Artikelseite verschwindet die klassische rechte Spalte mit Ihren Services, Bannern und Werbeplätzen. Die Inhalte bleiben, aber sie werden ganz neu angeordnet. Das Ergebnis: Der Lesefluss auf den Artikelseiten wird optimiert. Texte, Videos, Bilder und andere zusätzliche Inhalte bekommen mehr Platz. Auf diese Weise wird jedes einzelne Element besser und stärker wahrgenommen – auch auf der Homepage, wo inhaltlich Ähnliches von Anfang an zusammengezogen präsentiert wird.

Mhmja – irgendwie erinnert mich der Seitenaufbau an thematisch gegliederte Blogs, und dort finde ich diesen Aufbau nichts Neues. Aber ich will ja nicht in die bekannt-berüchtigte Kerbe – Bloggern vs. Totholz-Medien – hauen…

Technischer Hintergrund ist, dass bislang die Online-Inhalte von vier schleswig-holsteinischen Zeitungen (Lübecker und Kieler Nachrichten, Segeberger Zeitung und Uetersener Nachrichten) unter dem Dach nordClick gemeinsam auf einem Server produziert wurden, »aber …

… die Zeiten ändern sich. Das Internet wird für jedes einzelne Haus immer wichtiger. Da will man seine Inhalte nicht mehr durch eine externe Truppe von online-Autisten produzieren lassen, sondern möglichst vom hochmodernen Newsroom aus der Zeitungsredaktion heraus, da will man den Kontakt zum Leser und Kunden lieber selbst pflegen als ihn pflegen zu lassen, die Möglichkeiten des Web2.0 eher zum Wohle der Zeitung nutzen als für irgendeine nicht vermarktbare community. (»Trennung« , LN Online Blog)

Reaktionen auch beim Fördeflüsterer Steffen Voß. Und bei Unten am Hafen gibt es eine ausführliche Analyse aus gestalterischer und typografischer Sicht, die ich sehr umfassend finde – so genau habe ich mir das Layout wirklich noch nicht betrachtet.

Nachtrag 21.10.08: Auch das Blog medienlese.com befasste sich gestern mit dem Relaunch der KN:

Für eins bleibt in Kiel und Umgebung hingegen noch viel Platz: Blogger. Der Leiter der Online-Redaktion Manfred Gothsch betont: “Wir wollen eine Nachrichtensite, die auf Qualität setzt und Nachricht nicht mit Meinung verknüpft.” Also gibt es bei den Kieler Nachrichten keine süffisanten Texte im Netz, wie man sie aus der taz oder von Spiegel Online kennt – stattdessen trockene “hard news” in amerikanischer Tradition, bierernst wie in der gedruckten Zeitung. […] So haben die Kieler Nachrichten nur ein paar mehr Fotos und eine Kommentar-Funktion, die Inhalte bleiben gleich – der perfekte Nährboden also für eine lebhafte und meinungsstarke Blogger-Szene.

Was nicht ist, kann sich ja noch entwickeln. Und die Blogger-Szene ist ja auch noch entwicklungsbedürftig, glaube ich. Hier gibts noch viele Nischen zu füllen!

Das habe ich dann ansatzweise nachgeholt und hab mal meinen Layout-Standardtest gemacht – Grafiken ausschalten:

seite-mit-grafik

Oben eine Seite mit Bildern bzw. Grafiken, die interessanten Bereiche sind lila markiert. Und untenstehend sind die Grafiken abgeschaltet:

seite-ohne-grafik

Und da siehts dann gleich nicht mehr so professionell aus – die grafischen Buttons der Hauptnavigation sind leider mit keinen Texten hinterlegt, unglaublich. Aber wer schaltet auch Grafiken aus – Suchmaschinen können ja Bilder interpretieren – oder hab ich da was flaalsch verstanden?

Nachtrag 21.10.08, 17:30 Uhr: Vorhin sprach mich eine befreundete KN-Redakteurin auf meinen Kommentar zu Herrn Heinemanns Editorial an, und wir unterhielten uns kurz über ein paar Fragen, die ich noch hatte. Anscheinend wird es weiter so sein, dass nicht alle Artikel der Printausgabe in die Online-Ausgabe übernommen werden – Stichpunkt: Sich nicht selbst Konkurrenz machen. Das Wichtigste soll aber übernommen werden, und sei es, dass manche Inhalte zusammengefasst und anders dargestellt werden.
Also dann doch nichts mit Verlinken eines jeden Print-Artikels? Ich bin mal gespannt, wie die Umsetzung erfolgen wird.
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