Persönliche CO2-Bilanz berechnen

Wolfgang Horbach macht heute bei innovativ-in auf einen CO2-Rechner des WWF aufmerksam. Mit diesem kann mensch für die Bereiche Konsum, Ernährung, Flugverkehr, ÖVNP, Privatfahrzeug, Strom und Heizung seinen persönlichen CO2-Ausstoß abschätzen. Hinzu kommt noch ein allgemeiner Anteil an den staatlichen Emissionen (entstehen bei staatlichen Dienstleistungen).

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß eines Bundesbürgers beträgt 11 Tonnen per annum, ich kam auf 8,6 Tonnen…

wwf-co2-rechner

Persönliche Einsparmöglichkeiten: Konsumbereich, Ernährung (mehr lokale Produkte verwenden, weniger Fleisch essen, saisonale Produkte bevorzugen), und natürlich Heizung, Strom und Privatverkehr…

Danke, Doc!

Wie ich berichtete, hatte Doc Sarah Schons fünf DVDs von ›An unconvenient truth› von Al Gore zu vergeben.

Gerade las ich nun im Thread des Artikels auf innovativ.in, dass sie ein Exemplar der Freien Schule Selent stiftet.

Da werde ich gleich einen Filmabend anregen…

Oh, das wusste ich auch noch nicht – wenn mensch sich auf einen Kommentar eines Artikels bezieht, dann pingt Wordpress trotzdem das andere Blog an. Grmbl, das wollte ich eigentlich vermeiden…

LOHAS und Al Gore auf innovativ-in

Doc Sarah schrieb heute einen ein bisserl kryptischen Artikel, in dem sie die Verbindung zwischen Al Gore, seinem Film »An inconvenient truth« und LOHAS zieht.

LOHAS?

LOHAS ist die Abkürzung für »Lifestyle of Health and Sustainability«, also die Ausrichtung unserer Lebensweise auf Gesundheit und Nachhaltigkeit:

LOHAS companies practice »responsible capitalism« by providing goods and services using economic and environmentally sustainable business practices. […]

LOHAS consumers, sometimes referred to as Lohasians, are interested in products covering a range of market sectors and sub-sectors, including: Green building supplies, socially responsible investing and »green stocks«, alternative healthcare, organic clothing and food, personal development media, yoga and other fitness products, eco-tourism and more.

So gesehen eine neue Form von bewussten Wirtschaftens und Konsumierens, neue Ökoaktivisten. Nicht nur mehr die Birkenstock- und Latzhosenträger, die wir vor 20 Jahren waren, eine vernachlässigbar kleine Schicht in der linken Szene, sondern eine breite Bewegung.

Wäre ja mal an der Zeit…

Links: LOHAS Deutschland und das LOHAS-Blog… Und noch ein LOHAS-Blog (Tipp von Wolfgang Horbach, GlücksNetz Blog).

BTW: Sarah hat fünf DVDs vom Film zu verschenken. Wer sich beeilt, bekommt vielleicht noch ein Exemplar. Ich werd mir den Film bei Jörg Weisner anschauen – ein Exemplar für Selent reicht…

Ergänzung 16:03 Uhr: Ich habe gerade noch ein bisschen nach LOHAS gegoogelt. Anfang 2006 schrieb der focus über den Megatrend 2006 über »Gesundheit als Lebensstil«. Fazit damals:

Die gute Nachricht ist: Wer sich dieser Gruppe zugehörig fühlen will, muss seine Pullis nicht selbst stricken. Mit den konsumverweigernden „Müslis“ von einst hat die LOHAS-Bewegung wenig zu tun. Im Gegenteil, LOHAS-Jünger legen Wert auf Ästhetik und Qualität und sind bereit, dafür viel Geld auszugeben. Öko ist nicht nur salonfähig geworden, es darf sogar Spaß machen.

Ästhetik, Qualität – na, wir werden sehen. Ich habe ein bisschen den Eindruck, dass es ein neuer Hype ist. Und Hypes haben die Eigenschaft, irgendwann von etwas Neuem, Coolerem abgelöst zu werden. Denken die Menschen nun neu-grün, nur weil Madonna und andere Grössen des Showbiz das gerade toll finden, oder ists eine Grundüberzeugung von ihnen selbst?

Auf der deutschen LOHAS-Seite, die ein bisschen verwirrend aufgebaut ist, findet sich unten sowas wie ein mission statement, das auf eine Studie des Zukunftinstituts von M. Horx zurückgeht:

Alles wird grün. Jetzt ist es so weit. Auszug aus der aktuellen Studie 02/2007 des Zukunftsinstituts. Diejenigen, vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt hatten, verändern unsere Wirklichkeit. Aus Müslis werden Marktführer, aus Alternativen werden Avantgardisten. Doch dieses Mal sind die neuen Ökos keine grimmig dreinschauenden Weltverbesserer. Es ist ein zukunftsoffenes, lebensbejahendes Drittel unserer Gesellschaft, das in den nächsten Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach die Mehrheit unserer Gesellschaft ausmachen wird.
Ein neuer Lebensstil zeichnet sich ab. Wir möchten Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, diesen neuen Lebensstil, der in den nächsten fünf bis zehn Jahren unsere Konsummärkte auf den Kopf stellen wird, in dieser Trendstudie vorstellen. Die Rede ist von den LOHAS, den Vertretern des Lifestyle of Health and Sustainability[…]

Was will der Autor uns damit sagen?

Die Müslis und Alternativen waren lebensablehnende, rückwärtsgerichtete Weltverbesserer?

Nein, er spricht ja von einer Wandlung. Also, nochmals: Müslis wandeln sich zu Marktführern (das hatten die Bioanbauverbände immer vor…), Alternative wandeln sich zu Avantgardisten (heisst Avantgardismus, dass nun der Rubel rollt im Gegensatz zu früher?) und die verbissenen Weltverbesserer wandeln sich zu zukunftsoffenen, lebensbejahenden Ökos.

Seltsame Überzeugungsarbeit. Nur über ein lebensbejahendes, zukunftsoffenes Konsumangebot werden die Menschen freudig grün, leben grün, kaufen grün?

Denken auch grün?

Die Zukunft wirds zeigen…

Voranstehenden ist nur als Rant eines unverbesserlichen Pessimisten zu sehen ;)

Wo schreibe ich was?

Jetzt habe ich ansatzweise das, was ich mir lange Zeit gewünscht habe: Zugriff auf mehrere Blogs, sodass ich themenorientiert schreiben kann, aber hier kein absolutes Chaos entsteht.

Ich schreibe beim Wirtschaftsverein Selenter See von lokalen Wirtschaftsereignissen, Veranstaltungsberichte vom Venturepark und Ähnliches. Die Blogmoderatoren werden mit bloggerischen und PR-Erkenntnissen gefüttert, und der Rest bleibt hier.

Aber, ich bin noch nicht so überzeugt – irgendwie will ich wenigstens Links auf meine Artikel auch hier sehen. Per RSS einbinden? Ginge, aber dann wird die Sidebar rechts noch vollerhmbl. OK, lasse ich mir weiter durch den Kopf gehen!

Auslöser der Gedanken: Bericht über den Erdwärmetag des Kreises Plön…

Das Klima-Menetekel lässt Hoffnungen keimen

Rembrands Balthazar
Rembrands Balthazar (Quelle: Wikipedia)

…Hoffnungen auf nachhaltige Wertentwicklung bei entsprechender Geldanlage: Die Landesbank Baden-Württemberg hat einen Fonds aufgelegt, der auf die globale Erwärmung fokussiert ist:

Der »LBBW Global Warming Strategie BWI« (ISIN: DE000A0KEYM4) ist der erste und derzeit einzige Fonds auf dem Markt, der auf breiter Basis den unaufhaltbaren Trend der globalen Erwärmung abbildet. Die Aktien werden zunächst aus insgesamt zehn Branchen nach Nachhaltigkeitskriterien ausgewählt.
[…]
Die ersten Folgen der Erderwärmung, die durch den Ausstoß von Treibhausgasen verursacht werden, sind bereits sichtbar: das Abschmelzen der Gletscher, zunehmende Stürme und Niederschläge sowie extremere Temperaturschwankungen. In zahlreichen Branchen wie Erneuerbare Energien, Versorger, Versicherer und Anlagenbau werden positive Nachfrageeffekte auftreten, wenn deren Produkte und Leistungen helfen können, die negativen Effekte der Klimaerwärmung abzumildern oder durch vergleichsweise geringen CO2-Ausstoß der globalen Erwärmung entgegenzuwirken.
[…]
Das Fondsmanagement der LBBW Asset Management GmbH legt großen Wert auf Berücksichtigung des Themas Nachhaltigkeit bei der Branchen- und Titelselektion. So werden beim »LBBW Global Warming Strategie BWI« Branchen und Einzelaktien ausgewählt, die sich an den Grundsätzen der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit orientieren.

Mich würde in diesem Zusammenhang schon mal interessieren, was die Begriffe Grundsätzen der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit bedeuten — mene mene tekel u-pharsin

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