Blog intern: Theme ist wieder ok

Doch kein neues Layout! Stattdessen habe ich die Sidebar verschlankt:

  1. Inhalte logischer angeordnet: die linke Sidebar bringt Infos zu anderen Projekten, Links nach draussen, die rechte Sidebar bietet Informationen zum Blog selbst;
  2. optisch klarer strukturiert;
  3. bei der Gelegenheit habe ich das Theme wieder von den zeitraubenden Widgets befreit (ich sollte wirklich nicht jede Hype mitmachen ;) )
  4. und somit konnte ich rund 14 Plugins abschalten, die bei nächster Gelegenheit von der Platte geputzt werden.

Dann noch ein bisschen mit den Farben gespielt, und nun hält das Theme noch ein Weilchenwusch

WordPress: Zeit lassen mit Version 2.3?

Zugegeben, es ist immer angebracht, den neuesten Versionen eines Programmes – solange es sich nicht um Securityfixes handelt – Zeit zum Reifen zu geben. Ausmerzen der letzten Bugs, Anpassen der wichtigsten Plugins, das kann alles noch eine Weile dauern.

Bei der neuen WordPress-Version 2.3, die aus meiner Sicht nicht genug Neues bietet, um wirklich installiert zu werden, findet sich anscheinend reichlich Bedenkliches hinsichtlich des Datenschutzes. Und da wirds dann brisant.

Ein Eintrag bei fefe brachte mich zum Artikel »Datenschutzproblem in WordPress 2.3« auf thamagothi.de.

What is the problem?

WP 2.3 bietet eine neue Funktion an – es überprüft, ob die Plugins (also zusätzliche Funktionserweiterungen) auf dem neuesten Stand sind. An für sich sinnvoll, denn auch fehlerhaft programmierte Plugins können Sicherheitslöcher darstellen.

Aber: Bei der Überprüfung werden ausser der WP-Versionsnummer, den installierten Plugins und aktivierten Plugins mit der jeweiligen Versionsnummer auch die URL des Blogs übertragen, und das alles per http, also ungeschützt. Und alle diese Daten werden auf einem Server irgendwo bei WordPress.org dann gespeichert.

Tolle Wurst – ein Rechner, auf dem von sämtlichen WP 2.3-Installationen weltweit (fast) sämtliche Einfallstore verzeichnet sind – hoffentlich ist das dann ein Hochsicherheitstrakt wie Fort Knox! Nachtwächter zeigt in seinem Beitrag auf, wie mensch die Gefahren meistern kann, wenn mensch unbedingt die Version istallieren will/muss.

Dagegen ist das Problem von WordPress-Deutschland fast niedlich, sie legen anscheinend der deutschen Distribution ein Plugin bei, das von einigen aus der Blogging-Szene als Plugin-Spam bezeichnet wird; es dient zum mühelosen Einbetten der Geschäftsmöglichkeiten für den Anbieter LinkLift.

Das ist m. E. schon bedenklich – jede/r mag auf seinem / ihrem Blog installieren, was sie/er will, aber so ein Plugin einer OpenSource-Distri von Anfang an beizupacken… mhmmm, ’s bleibt a kloins Gschmäckle, wie der Schwabe zu sagen pflegt.

Upd. 28.9.07: Zu diesem Thema machen sich Einige Gedanken, zum Beispiel wildbits, die Diskussion um das Linklift-Plugin findet im WP-Deutschland Forum statt, und generelle Gedanken zu WP macht sich f!xmbr.

Energie aus Wind auch bei Flaute – geht das?

Ein Hersteller aus Amerika (General Compression) macht es vor – die Windräder treiben keine Generatoren an, sondern pumpen Druckluft in unterirdische Speicher. Bei Flaute, oder bei hohem Strombedarf treibt die Druckluft dann Generatoren zur Stromerzeugung an.

Gefunden habe ich diese Information bei energy.net, einem privaten Blog zu Energieeffizienz, energiesparendem Bauen und erneuerbaren Energien, in den Artikeln »Speicherung von Windenergie« und »Windenergie im Salzstock Oldenburg«.

Finde ich ein faszinierendes System. Denkbar ist die Speicherung in geologisch geeigneten Schichten wie Salzstöcken, aber es sollen sich auch Röhrensysteme dafür eignen. Sicherlich lassen sich auch Kleinanlagen projektieren – ich träume manchmal davon, dass ich den Betriebsstrom meiner Rechner und der wichtigsten Geräte, der Grundbeleuchtung im Haus selbst erzeuge…

Weblese: Zeitungen, Religion und modern life

Ist die Zukunft der Zeitungen schon vorbei?

Sparen, bis die Leser gehen? ist ein Artikel in der ZEIT betitelt, in dem dargelegt wird, wie die Printmedien durch das Internet in Zugzwang gesetzt werden. Konnten in den früher teilweise sehr hohe Renditen über Zeitschriftenverlage erzielt werden, hat sich das Bild gewandelt. In den vergangenen Jahren verlagerte sich ein grosser Teil der Kleinanzeigen ins Internet (Autoan- und Verkauf, Wohnungen etc.), die Lesegewohnheiten der (jüngeren) Leser wandte sich dem Internet zu.

Es wird nun gespart, auf Teufel komm raus. Und dabei bleibt dann manches Alleinstellungsmerkmal anscheinend auf der Strecke – qualitativ hochwertige Recherche zum Beispiel, die die Stellung der Zeitungen als vierte Macht im Staate rechtfertigt: Aber als wichtigste Geldquelle entdeckte die Branche ihre eigenen Angestellten. So sank die Zahl der fest angestellten Redakteure, und es wurde nachgewiesen, dass die verbliebenen Redakteure mehr organisatorische Arbeit übernommen haben. Die Zeit für Recherche und Schreiben nahm entsprechend deutlich ab. Oder es werden ganze Redaktionen outgesourced, Tochterfirmen gegründet. Die Honorare der freien Journalisten wurden demnach auch stark nach unten angepasst.

Und wo bleibt dann die Qualität? Rund um den G8-Gipfel z. B. durfte der aufmerksame Zeitungsleser feststellen, dass es Usus geworden ist, Agenturmeldungen ungeprüft zu übernehmen, und sich mit der Korrektur dann Tage Zeit zu lassen…

Hier vor Ort kann man diese Entwicklungen auch schon beobachten. Die Journalisten der Lokalpresse sind angehalten, keine Ausschuss- oder Gemeindevertretersitzungen oder Abendveranstaltungen von Vereinen mehr zu besuchen. Telefonische Nachrecherche und vielleicht ein Digitalfoto vom Pressewart des Vereins genügen anscheinend den Ansprüchen der Ressortchefs…

Reicht dies aber für eine unabhängige Darstellung? Denn diese erwarte ich, wenn ich die Zeitung aufschlage. Wer von den Lesern weiss denn um die Interna, wie ein Bericht normalerweise zustande kommt?

Russlands Bevölkerung wird ab 2050 zu 50% aus Muslimen bestehen

Vladimir Dergachyov, ein Berater aus Putins Administration, rät russischen Politikern und Unternehmern, engere Bande zu muslimischen Staaten zu knüpfen:

But, he continued, given the reality that the Russian Federation itself will be a Muslim country within two generations, Russian businesses must get involved with the Muslim world now rather than remain fearful of it. Indeed, he concluded, “the expression ‘Islamic danger’ [must not be] in our lexicon.

Window on Eurasia – Russia to Have Muslim Majority by 2050 [via GVO]

Schatten auf Berlin – Website schon vor 23 Uhr eröffnet ;)

Vorsicht – die Seite lädt extrem langsam, da sehr grafiklastig. Die Dokumentation beruht zum Teil auf den sogenannten Großstadt-Dokumenten:

Von 1904 bis 1908 erschienen Ostwalds Großstadt-Dokumente in monatlich veröffentlichten Serien. dropping knowledge wählte daraus sieben Bände, die überraschende Schnittmengen mit dem Berlin des 21. Jahrhunderts bilden.

Hans Ostwald in seinem Vorwort des ersten Bandes, der 1904 in Grosslichterfelde erschien:

Diese Großstadtdokumente sollen über die eigenartigen Persönlichkeiten und Bevölkerungsschichten, über die sittlichen und sozialen Zustände unserer modernen Großstädte Licht verbreiten. Sie sollen nicht aus Vergangenheiten, aus staubigen Urkunden und alten Nachrichten ihren Inhalt schöpfen. Sie sollen aus dem vollen Leben heraus ihren Extrakt geben. Ja, das soll diese Sammlung vor allen ähnlichen auszeichnen: Nicht über Bücher oder über Kunstwerke soll gesprochen werden – das Leben selbst soll sich mitteilen, soll als Stoff dienen. Und zwar das modernste Leben: das Leben der Großstadt.

Die letzten Jahrzehnte haben diese imponierenden Menschenanhäufungen geschaffen, die wir Großstadt nennen. Selbst wer ihre abscheulichen Mängel erkennt und haßt, wird ihr doch einen gewissen Kulturwert nicht absprechen können. Und wer ihren Kulturwert preist, wird ihre Mängel nicht übersehen dürfen.

[…]

Nun aber kommen so oft Dinge an die Oberfläche, die uns alle erregen, die uns allen vielerlei Fragen auf die Lippen locken. Aber – die Fragen bleiben unbeantwortet.

So, als die kleine Lucie Berlin ermordet wurde. Wer wußte da etwas vom Zuhältertum. Kein ernsthafter Mensch wagt, ernsthaft darüber zu schreiben. Keiner kennt den Zusammenhang und die sozialen Eigentümlichkeiten dieser Lebenserscheinung. Oft kommt sie in aufregenden Prozessen zur Sprache. Dann bringen Zeitungen und Zeitschriften die Berichte. Aber einer Darstellung oder ernsteren Besprechung solcher Kulturerscheinungen verschließen selbst bedeutende Zeitschriften ihre Spalten.

Da wurden in letzter Zeit so oft Prozesse aus dem Leben der Banken und aus dem Geldverkehr verhandelt. Ganz ungeheuerliche Dinge schienen dort vorgegangen zu sein. Aber – Vieles wurde von den Meisten gar nicht verstanden. Wer ist denn heute über die vielen Arten von Banken informiert? Wer, außer den Börsenleuten, versteht etwas von den Vorgängen an der Börse?

Und doch ist kaum ein Gebiet heute so wichtig und ausschlaggebend im Erwerbsleben – und rückwirkend auch auf Sitte und Anschauung, wie der Geldverkehr.« (zitiert aus: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Metropolenforschung).

Sieben Bände der Großstadt-Dokumente können bei Schatten Auf Berlin als PDF heruntergeladen werden.

Elita Wiegand sieht ganz andere Probleme unserer heutigen Großstädte – Billig! Wie die Innenstädte veröden…

Weltweit nur fünf Länder ohne Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Autobahnen – Bhutan, Nepal, Tibet, Uganda, und eben Deutschland

Wolfgang Horbach auf innovativ-in: Für diese Märkte werden also unsere Geschwindigkeitsboliden vom Mercedes, BMW, Porsche und wie sie alle heissen, gebaut.

Dann braucht es einen nicht zu wundern, dass die deutsche Automobilindustrie keine Sorgen mit Umwelt und alternativen Treibstoffen hat…

Blog intern: Ich ahne Schreckliches – das Blog-Theme stösst an meine Grenzen…

Alle zwei Jahre dasselbe Spiel – mir gefällt das gewählte Theme, das ich an meine Bedürfnisse angepasst habe, eine ganze Zeit. Nur hin und wieder sind Anpassungen an der CSS- und einzelnen Template-Dateien nötig, meist, weil neue Plugins dies fordern.

So war es auch in den vergangenen Jahren. Das Theme, das meinem Blog zur Zeit zugrundeliegt, war plaintxtBlog von Scott Wallick:

Screenshot

ehemOK, wie unschwer zu erkennen ist, habe ich es mit der Zeit angepasst. Da ich schon älteren Jahrgangs bin, brauche ich grössere Brotschrift, und als Header mag ich einfach Serifen. Die beiden Sidebars rückten aus Googlegründen nach rechts, und es gab noch kleinere Tweaks bei den Abständen.

Soweit, so gut. Dann die neuen Vista-Schriften ausprobiert – mjam, sieht einfach frischer, ungewohnter aus. Gut.

Vor ein paar Wochen nun war mir alles zu durcheinander, und ich führte den geteilten Hintergrund ein (per faux columns), verkleinerte meinen Kopfbereich und war zufrieden.

Heute erschien mir es wieder wirr, und ich gliederte alles durch farbliche Hintergründe, fügte mehr Weissraum dazu, aber es gefällt mir, mhm, nicht mehr so guthmbl:

Theme Mitte Sept. 2007

Liegt zum Teil auch darin begründet, dass meine Inhalte schlecht zu strukturieren sind – form follows function. Aber an den Inhalten wird sich wenig ändern.

Also werde ich mal wieder Ausschau halten.

Gestern fiel mir schon ein Theme ins Auge: AjaxBerlee 1.3a von Nico Berlee:

ajaxBerlee

Dieses setzt extrem auf AJAX, was clientseitig zu einer hohen Aktualisierungsgeschwindigkeit führt, da nur die geänderten Seitenelemente geladen und aktualisiert werden.

Nur – die Bedienung ist ein bisschen ungewohnt, und was die Linkstruktur angeht, darüber will ich gar nicht nachdenken aechz.

Lokal klappte es denn meist auch nicht, da WAMP Probleme mit mod_rewrite hat und mensch die Permalink-Anpassungen von WordPress damit nicht nutzen kann.

Und das grundsätzliche Problem bleibt – die Inhalte reichen halt quer durchs Informationsspektrum :)

Edit 24.9.07: An was ich dabei noch gar nicht dachte – diese AJAXerei bezieht sich zumeist nur auf die Aktualisierung des BODY-Teils der Seite. Wichtige Meta-Informationen im HEADER wie Keywords, Seitentitel oder Seitenbeschreibung werden mit ziemlicher Sicherheit nicht aktualisiert, sodass dies aus SEO-Gesichtspunkten nicht so prickelnd ist.

Leider kenne ich mich in der AJAX-Materie noch nicht so gut aus, um das nachzuarbeiten. Dann halt weiter nach einem schönen aufgeräumten Layout schauen…

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