Nun haben wir Pfeffer im Buchstaben-Salat: das große SZET. Ob das schmeckt?

11. Jul 2008, 5:51 PM (Frank Hunck) ♥ Dit und Dat, Internet, Weblinks · Translation: en fr

Mir reichten bislang die gewohnten sechsundzwanzig deutschen Buchstaben aus, eigentlich schon die ueblichen zweiundzwanzig. In den Anfangszeiten des eMails habe ich alles umschrieben, was nach deutschem Sonderweg aussah, langsam traue ich mich an Umlaute sogar im Betreff heran.

Und nun das – ein großes Szet. »Am 23. Juni hat die betreffende Ergänzung der Norm ISO/IEC 10646 den Status 60.60 (»International Standard published«) erreicht und ist damit gültig« (Quelle: heise). Hat das wirklich gefehlt? Ich persönlich kenne nur einen Fall, der mich denn aber öfters annervte. Ich arbeite hin und wieder als CAD- oder GIS-Mensch für befreundete Büros, und in Karten wird öfters das Wort »Maßstab« groß geschrieben, dann siehts so aus – »MAßSTAB 1:1.000«. Wirklich bescheiden, ein Minuskel anstelle einer Versalie zu verwenden. »MASSSTAB 1:1.000« dagegen bringt die Augen zum Rotieren…

Aber sonst? Mal schauen. Nun müssten die Schriften aufgebohrt, neue Tastaturlayouts entwickelt und die Schreiberlinge angelernt werden. Ob das passieren wird? (gefunden bei Sajonara)

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4 Kommentare abgegeben zu “Nun haben wir Pfeffer im Buchstaben-Salat: das große SZET. Ob das schmeckt?”

  1. Frank Hunck schrieb:

    Rechnen bzw. Logik war am 11. anscheinend nicht meine Stärke – es kam natürlich kein neuer Buchstabe zum deutschen Alphabet dazu. Das kleine Szet gibt es ja schon!

  2. Henrik Böhmer schrieb:

    Bzgl. der Meinung, daß das ß, daß nur als Kleinbuchstabe existiert, nicht zwischen Großbuchstaben gehört, bin ich völlig einverstanden!!
    Ich bin im Besitz eines Duden (!!) aus dem Jahre 1929.
    Titel in Großbuchstaben auf dem Buchdeckel:
    DER GROSZE DUDEN
    Wenn man weiß, daß das Szet aus der Zusammenschreibung der Sütterlin-Buchstaben Lang-S (in der Mitte eines Wortes)+ Zet herrührt, sieht das zwar gewöhnungsbedürftig aus, siehe MASZSTAB – wäre aber logisch.
    Es würde auch z.B. im Fall des Plurals von Maß-Maße(n) bzw. Masse-Massen Irritationen vorbeugen: Ich habe das Bier in Maßen-Massen, MASZEN-MASSEN genossen!
    Trotz des wirklich unschönen SSS in der Mitte eines großgeschriebenen Wortes ist doch die schweizerische, komplette Eliminierung des ß die bessere Alternative zu einem inmitten von Großbuchstaben!

    MfG

  3. Henrik Böhmer schrieb:

    sorry, selbstverstänlich ist das ›daß‹ ein ›das‹.

  4. Frank Hunck schrieb:

    Deutsche Rechtschreibung und Logik, da zweifle ich manchmal dran…

    Die Ableitungen der neuen deutschen Richtigkeit lassen mich manchmal verzweifeln – aber glücklicherweise bin ich langsam »so« alt, daß man mir die »neuen« Fehler nachsieht (hoffe ich doch mal).

    Sütterlin, damit hatte ich mal im Job zu tun – Feldkladden von Landwirten aus den 30ger Jahren entziffern – Bleistift, vergilbtes Papier, Sauklaue und dann noch diese Schrift!

    Aber mit der Zeit hatte ich mich daran gewöhnt ;-)

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