Schönes Motto…

»Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten führt zum Erfolg.»

Henry Ford (1863-1947), amerik. Großindustrieller

Da hab ich mich anscheinend zu früh gefreut… die KN bloggt doch nicht.

Beim abendlichen Blogfliegen – heutiger deutscher Startflughafen war lanu – landete ich auf dem Blog der Lübecker Nachrichten zwischen (nur schnell weiter, ich begriff die lunatischen Zusammenhänge mal wieder nicht), da fiel mir in der Blogroll (neudeutsch für Bloglink-Verzeichnis) das KN Online Blog auf. Leider Fehlanzeige – es erscheint nur die übliche Startseite von KN Online. Hätte mich auch gewundert – seit wann bloggen denn (schleswig-holsteinische) Zeitungen, das wäre ja was ganz Neues… ;-)

Uuupsstaun (Mangelnde Recherche, sechs – setzen!): Der erste Beitrag der Lübecker datiert vom 26.9.05, sind also schon ein Weilchen am Start…

edit 2: Schlechter Tag heute, wirklich. Ich hab nach blog.kn-online.de gegoogelt – 9 Nennungen, davon aber nur zwei mit der URL. Also, das Blog muss es mal gegeben haben. Also Wayback Machine, und, oh

wayback-blogkn

Asche auf mein Haupt, ist heute wohl nicht so ganz mein Tag :-(

Lohnt es sich, über einen Buchstaben zu viel zu streiten?

Heute stand in den Kieler Nachrichten (OHZ, S.28) ein Artikel von Peter Braune über den Existenzgründertag 2008 des Kreises Plön, der im Technologiezentrum Blomenburg (TZ) am vergangenen Freitag stattfand. Der Artikel endet mit einem Zitat von Herrn Hartmann, Geschäftsführer des TZ:

»Wir stellen hier nicht nur Existenzgründern, sondern auch jungen Unternehmen kleiner und mittlerer Größe zu günstigen Konditionen ein Büro mit Service zur Verfügung. Schließlich ist die Blomenburg ein Technologie- und kein Gründerzentrum.«

Die Worte des Zuwendungsbescheids lauten: »Die Zuwendung dient dem Zweck, ein Technologie- und Gründerzentrum […] zu errichten« (Hervorhebung durch mich).

Ein kleiner, dennoch gewichtiger Unterschied. Im Gegensatz zu einigen anderen sehe ich die derzeitige Nutzung des TZ nicht im Widerspruch mit dem Zuwendungsbescheid – allerdings fände ich es schade, wenn die Unterstützung für Neugründungen (vgl. »Podiumsdiskussion „Neue Technologien[…]« WVSS, Diskussionsbeitrag von Herrn Duggen oder auch »Blomenburg VenturePark rollt an[…]« hier auf dem Blog) unter den Tisch fallen würde, denn ein Service für Neugründer beschränkt sich ja nicht nur auf die Vermittlung von günstigen Büroflächen.

Berichtigung 1.10.08: Ich habe gestern abend mit Herrn Hartmann gesprochen, und er sagte, dass er im Gegenteil während des Interviews mindestens dreimal gesagt habe, dass das TZ sowohl für bestehende wie auch für Gründerfirmen offen stehe, und dass es hinsichtlich der Grösse auch Firmen mit einer hohen Mitarbeiterzahl offenstehen würde.

Selent: CDU-Fraktions- und BUA-Vorsitzender »Kalli« Jipp tritt zurück

Karl-Wilhelm Kalli JippDer Selenter CDU-Kommunalpolitiker Karl-Wilhelm Jipp verzichtet aus gesundheitlichen Gründen ab 1.10.2008 auf sein Mandat sowie auf alle kommunalpolitische Ämter. »Kalli«, wie er vielen hier in Selent genannt wird, war seit 1974 kommunalpolitisch aktiv, zuletzt als Gemeindevertreter, Bau- und Umweltausschuß-Vorsitzender, CDU-Fraktionsvorsitzender und Vertreter in vielen anderen Ausschüssen.

In seinem Abschiedsbrief an die Gemeinde schreibt er:

»Ich bin mit Herz und Seele dabei gewesen und habe immer versucht, mich für die Belange der Gemeinde Selent zum Wohle aller einzusetzen. Vielleicht hinterlasse ich eine kleine Lücke, aber ich weiß, dass es auch ohne Kalli Jipp weitergeht, niemand ist unersetzlich.«

»Keiner ist unersetzlich«, das stimmt schon, es werden vernünftige Menschen als Gemeindevertreter und als Ausschußvorsitzender nachrücken, keine Frage. Aber machen wir uns nichts vor — Kalli Jipp war in vielen Bereichen aktiv. Er beschränkte sich in seinem Handeln nicht auf die Bau- und Umweltangelegenheiten, sondern hielt im Hintergrund die Fäden zusammen, galt für viele daher als die »graue Eminenz« von Selent. Begünstigt auch durch seine früheren Beruf – er war hier »Dorfsheriff«, war er jeden Tag vor Ort anwesend — das wird auch der Grund gewesen sein, dass ihm immer mehr Aufgaben übertragen wurden. Er kennt unsere Gemeinde bis in die hinterste Ecke mit ihren Stärken und Schwächen auswendig.

In der heutigen Kommunalpolitik überwiegen die »Freizeitpolitiker« – das soll nicht abwertend gemeint sein, sondern ist nur eine Zustandsbeschreibung. Denn wer tagsüber in Kiel, Plön oder sonst wo sein Geld verdient, kann sich nur abends oder am Wochenende mit den Gemeindeproblemen auseinandersetzen, und hat auch nicht unbedingt Lust, jeden abendlichen Spaziergang als Inspektionsgang durch die Selenter Problemzonen zu betrachten, alles per Digicam zu dokumentieren und gleich an die Mitglieder der Gemeindevertretung zu versenden.

Dies aber machte Kalli. Er ist sehr internet-affin – meinen regelmässigen Lesern dürfte sein Name auch von vielen Kommentaren hier im Blog bekannt sein – und das ist auf dem Lande unter Kommunalpolitikern noch eine Seltenheit. Es konnte sein, dass die Selenter Gemeindevertreter mehrmals täglich Mails von ihm erhielten, mit Foto-Dokumentationen – zum Beispiel von der Pflanzaktion im Gewerbegebiet; mit Protokollen von Baubegehungen, Sachstandsberichten, aber auch Fragen, wie das eine oder andere gelöst werden soll – mit den Rückmeldungen dagegen haperte es, wie er mir einmal erzählte…
Und so wußte jeder Gemeindevertreter (Einschränkung: mit eMail-Adresse) über die wichtigsten Vorgänge vor Ort Bescheid. Heute eine Selbstverständlichkeit, meint Ihr? Bei uns noch lange nicht!

Noch ein paar persönliche Worte – Kalli, ich danke Dir für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Auch zu Zeiten, als ich noch nicht in »Amt und Würden« war, aber als kommunalpolitisch interessierter Bürger das Gespräch suchte, hattest Du immer Zeit und ein offenes Ohr. Wenn wir auch manchmal ziemlich unterschiedlicher Meinung waren, beeinträchtigte dies nie das persönliche Wohlwollen zwischen uns. Und das scheint heutezutage nicht mehr selbstverständlich zu sein, wie die Vorgänge der letzten Monate gezeigt haben. Deine Entscheidung – »ganz oder gar nicht« – kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich wünsche Dir, dass die Übergangszeit nicht zu hart wird ;-) und hoffe, dass Du uns hin und wieder mit Rat noch zur Verfügung stehst.

Amerikas Ermächtigungsgesetz über mindestens 700.000.000.000 $

Der Plan des US-Finanzministers Paulson zur Rettung des amerikanischen Finanzsektors enthält einige interessante Passagen, so zum Beispiel Section 8:

Decisions by the Secretary pursuant to the authority of this Act are non-reviewable and committed to agency discretion, and may not be reviewed by any court of law or any administrative agency. (Zitat aus HuffPost).

Das muss mensch sich mal vorstellen – die Ergebnisse des Rettungsplanes dürfen nicht durch eine andere Regierungsstelle noch durch unabhängige Gerichte überprüft werden – a real anything goes
Sehr demokratisch…

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