Faszinierend und beängstigend
07. 09. 08 ♥ News from Nowhere (Keine Kommentare)
· Translation:
Die Unfähligkeit heutiger Zeitungen, eigene Titelzeilen zu finden… Gebt mal »10 Jahre Google« in die Suchmaschine Eurer Wahl ein;)
fhu's Weblog v2.1 (Nachrichten, Vermischtes aus Selent, Kreis Plön, SH, Germany)
Die Unfähligkeit heutiger Zeitungen, eigene Titelzeilen zu finden… Gebt mal »10 Jahre Google« in die Suchmaschine Eurer Wahl ein;)
In den letzten zwei Tagen wird allenthalben viel über den (ungenügenden?) Datenschutz rund um GoogleChrome diskutiert. Es ist mal wieder eine Aufspaltung der Bloggemeinde in intensive Nutzer der GoogleApps (»alles kein Problem mit der Datenübermittlung, die anderen (FF, IE,…) machens ja auch«) einerseits und andererseits diejenigen, denen Google schon viel zu mächtig im Internetz geworden ist und die jede weitere Möglichkeit Googles, Daten verknüpfen zu können, verdammen.
Ich hab mir mal angeschaut, wie man den Browser ein bisschen zugeknöpfter machen kann.
Erstens – die Funktion »Autosuggest« abschalten (bei der wird jede Eingabe in die Adresszeile an die eingestellte(!) Suchmaschine – muss nicht immer Google sein – geschickt):

»Schraubenschlüssel-Symbol – Optionen – Grundeinstellungen – Standarduche verwalten – Häkchen bei »Automatische Vorschläge…« entfernen.
Zweitens – Google istalliert automatisch einen Dienst, der bei jedem Systemstart gestartet wird, den Google Update Service. Den kann mensch entweder mit msconfig.exe ausschalten oder den Taskplanungsdienst entsprechend konfigurieren, dass der Task nicht mehr automatisch gestartet wird.

Hier hätte ich mir allerdings gewünscht, dass Google nicht einfach ungefragt einen Dienst oder Task installiert, sondern den User davon informiert, was auf dem Rechner passieren wird.
Aber, Google ist nicht die einzige Software-Firma, die so etwas macht…
Update 5.9.08: Einen berufenen Beitrag über das Nachhausetelefonieren von Chrome gibt es auf dem Blog von Matt Cutts.
Update 5.9.08, später: Flameblogger war statt browser war – Spreeblick contra basic thinking… – wobei, Blogger ![]()
Link zum Programm. Beginn ist um 15 Uhr im Grebin. Und – wir haben heute unsere Generalprobe – bibber;)
Gestern erst der neue Google-Browser Chrome, heute die aktuelle Dreierausgabe der googleschen Bildverwaltung Picasa (Features…). Ebenfalls eine Beta-Version, wohlgemerkt.
Nachdem vor ein paar Tagen Googles »Einführungs«-Comic zu ihrem neuen Browser vorab bei BlogoScoped erschien, wurde heute (vorgezogen?) der neue Browser (Betaversion) zum Download freigegeben.
Konkurrenz also vor allem für den Internet Explorer, der weltweit noch über 75% der Rechner beherrscht? Die versprochenen neuen Eigenschaften – der Browser soll ganz neu nach den heutigen Internet-Bedürfnissen entwickelt worden sein – lassen aufhorchen:
Die Oberfläche sieht sehr aufgeräumt aus, statt mehrerer Eingabefelder für Adresse, Suche etc. wurden all diese Funktionen in einer Eingabezeile vereint:
Der Browser weist noch einige Sicherheitsfeatures auf – so soll »anonymes browsen« möglich sein, bei dem keine Aufzeichnungen im Verlauf gemacht werden.
Es findet ein dauernder Onlineabgleich der besuchten Sites statt, um vor bekannten Phishing- oder Malware-Sites warnen zu können.
Die Grundeinstellungen wie Lesezeichen, Verlauf etc. zieht sich das Programm aus der aktuellen Firefox-Version heraus, ob es das auch mit dem Internet Explorer macht, kann ich nicht beurteilen.
Na, denn mal schauen. Gestern erst habe ich mir vier »neue« Browser installiert – die Peinlichkeiten IE 6.0, IE 5.5, 5.01 und, als absolutes Highlight, den vertrauten IE 3.0
. Zum Testen von Websites, leider zum Testen von Sites, muss ich sagen (ist ein tolles Installationsprögrammchen, mit dem man mehrere Internetexplorer verschiedensten Alters paralell betreiben kann – Multiple IE Installer!). Dummerweise ist der InternetExplorer 6.x noch auf viel zu vielen Rechnern installiert, sodass mensch ihn nicht vernachlässigen darf (seufz).
Dann können wir nur hoffen, dass Google jetzt gegenüber Microsoft auch auf der Browserebene Boden gut macht – was deren ausgewiesenes Ziel ja sein dürfte…
Update: Was ich nicht ganz so prickelnd finde, Google hat sich ungefragt nen Installationsordner gesucht:
C:\Dokumente und Einstellungen\(User)\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Google\Chrome.
Ist das die feine amerikanische Art – Programme im user-Verzeichnis abzuspeichern? Ich mag sowas gar nicht. Hier sollten configs und ähnliches rein, maximal Plugins, mehr aber nicht. Plattenplatz kostet ja nichts mehr, aber wenn ich fünf Benutzer eines Rechners habe, dann habe ich fünf mal GoogleChrome darauf – ne,ne,ne
Update 2: »Die Zeit« räumt GoogleChrome dennoch keine großen Chancen ein:
Dass Chrome sich unter den Endnutzern bald großer Beliebtheit erfreut, ist jedenfalls nicht zu erwarten. Selbst als Microsoft die Entwicklung seines Internet Explorers über Jahre schlafen ließ, schafften es die Konkurrenten nicht, den Windows-Browser von der Spitzenposition zu vertreiben. Als richtungsweisende Entwicklung könnte Chrome den Markt aber vor sich hertreiben, sodass Online-Anwendungen in Zukunft wohl mit jedem Browser besser laufen werden.
Dort sieht man eher den Grund in den zahlreichen Internetanwendungen von Google (GMail, Text & Tabellen, GMaps,…). Diese sind durch die intensive JavaScript-Nutzung auch in modernen Browsern eher zäh in der Bedienung – so macht ein JavaScript-optimierter Browser Sinn.
Update 3 (3.9.08 – 11 Uhr): Bei Golem.de gibt es einen ausführlichen Test des Browsers. Auffallend sei die hohe Arbeitsgeschwindigkeit vor allem der JavaScript-Ausführung – was für Webapplikationen wichtig ist.
Update 4 (16:30 Uhr): Nach Aussage des Statistik-Services Clicky liegt die Verbreitung von GoogleChrome schon bei knapp 3% weltweit.
Update 5 (4.9.08, mittags):Chrome ist anscheinend trotz aller vollmundiger Ankündigungen kein reines Opensource-Projekt, nur ein Teil des Codes – Chromium genannt – steht unter entsprechender Lizenz.
Was den Datenschutz angeht: Anscheinend hat Google heute morgen wenigstens in Amerika Teile der umstrittenen Nutzungsbedingungen (EULA)
»11.1 […] Durch das Übermitteln, Einstellen oder Anzeigen von Inhalten erteilen Sie Google eine unbefristete, unwiderrufliche, weltweit gültige, unentgeltliche und nicht exklusive Lizenz zum Vervielfältigen, Anpassen, Modifizieren, Übersetzen, Veröffentlichen, zum öffentlichen Darstellen und Anzeigen sowie zum Vertreiben sämtlicher mithilfe der Services übermittelten, eingestellten oder angezeigten Inhalte.[…]«
geändert, siehe Golem-Artikel.