Danke, Doc!

Wie ich berichtete, hatte Doc Sarah Schons fünf DVDs von ›An unconvenient truth› von Al Gore zu vergeben.

Gerade las ich nun im Thread des Artikels auf innovativ.in, dass sie ein Exemplar der Freien Schule Selent stiftet.

Da werde ich gleich einen Filmabend anregen…

Oh, das wusste ich auch noch nicht – wenn mensch sich auf einen Kommentar eines Artikels bezieht, dann pingt Wordpress trotzdem das andere Blog an. Grmbl, das wollte ich eigentlich vermeiden…

Jugendarbeit in Selent – ein erneuter Versuch

e gem st einsam

Frau Sührk-Becker, seit einem halben Jahr in Selent ansässig, will einen Versuch starten, eine Jugendgruppe in Selent aufzubauen.

Von der Gemeinde ideel unterstützt (Geld steht wie gewohnt wieder mal keines zur Verfügung), will sie Jugendliche ab 12 Jahren ansprechen, sich doch für gemeinsame Aktionen einmal in der Woche zu treffen.

Das erste Treffen findet am Mittwoch, den 14. März 2007, um 16.30 Uhr im »Weissen Haus« des DRK statt.

Ich finde es eine mutige Initiative, gerade in so einer »kinderfreundlichen« Gemeinde eine derartige Privatinitiative zu starten, und aufbauend, selbst weiter ehrenamtlich tätig zu sein.

Der Mut zur Eigeninitiative nimmt im Allgemeinen eher ab…

Selenter Woche 2007: Grundplanung steht!

Gestern fand in Selent die dritte Selenter Runde der letzten Monate statt, ein Treffen sämtlicher Selenter Vereine unter Federführung des Sozial- und Kulturausschusses, um über die Ausrichtung der Selenter Woche 2007 zu schnacken.

Dieses Jahr hat sich der Motorrad Club Selent (MCS) bereiterklärt, die Organisation der Veranstaltung zu übernehmen. Sie soll wieder auf die ursprüngliche Form – Angebote für Kinder und Jugendliche am Samstag und Vorstellung und Aktivitäten unserer Vereine am Sonntag – zurückgeführt werden; in den vergangenen Jahren geriet die Selenter Woche immer mehr zu einem grossen Spektakel, das die finanziellen Möglichkeiten der Organisatoren fast gesprengt hätte.

Weitere personelle Unterstützung hat die Freiwillige Feuerwehr zugesagt, und die anderen Vereine werden sich auch nicht lumpen lassen. Als Datum wurde das Wochenende Sa. 7. und So. 8. Juli 2007 festgelegt, also eine Woche vor Beginn der Sommerferien.

Bis zum 18. März sollen alle Vereine, die sich beteiligen wollen, ihre Vorstellungen an Reinhard Berger vom MCS gemeldet haben. Es wird wieder eine Festzeitschrift herausgegeben, in der sich die Vereine darstellen können.

Ein grosser Dank gilt den Mitgliedern des MCS, die am 16. Juni schon ihren 4. Motorrad-Gottesdienst durchführen, sich also für dies Jahr viel vorgenommen haben. Um so wichtiger ist es, dass tatkräftige Hilfe von anderen Vereinen kommt.

Selent – Änderung der Bebauungspläne Nr. 10 und 11

Die Planungen für die B-Pläne 10 und 11 der Gemeinde Selent sind einen Schritt weiter. Sie liegen derzeit in der Vorentwurfsfassung vor, die Einwendungen der Träger öffentlicher Belange (TöB) wurden auf der BUA-Sitzung vergangenen Mittwoch behandelt und zumeist wurde den Vorschlägen zur Erwiderung von Stadtplaner Bruns gefolgt. Die Änderungswünsche werden nun eingearbeitet. Danach wird auf der nächsten Gemeindevertretersitzung Anfang Dezember der Auslegungsbeschluss gefasst, sodass im Januar die Pläne von der Bevölkerung eingesehen und Einwände erhoben werden können.

Der Punkt »Kinderspielplatz«, der mich am meisten interessiert hatte, wurde erwartungsgemäss von der Ausschussmehrheit so beschieden, wie befürchtet, nämlich die Streichung befürwortet1.

Mein AFW-Kollege Hermann Köster brachte mit Vehemenz unseren Standpunkt vor (s.u.). Von den Vertretern der CDU wurde aber ins Feld geführt, dass

  1. die Vergangenheit gezeigt habe, dass Spielplätze schnell obsolet würden, wenn die Kinder größer wären.
    Fakt ist, dass in einigen Bebauungsgebieten der Vergangenheit zu lange mit der Errichtung des Spielplatzes auf dem vorgesehenen Grundstück gewartet wurde; anschliessend wurde die Fläche an einen Grundstücksnachbar veräussert;
  2. es von Nachbarn immer wieder zu Beschwerden über Lautstärke etc. kommen würde (dazu passen auch diese Artikel);
  3. und abschliessend erwähnte unsere Bürgermeisterin Antje Josten noch, dass Investor Dietmar Hartmann ein Konzept vorgelegt hätte, das viele Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche auf den Flächen des Blomenburg-Parks angedacht hätte.
    Schön, ich hoffe, dass dies Konzept allen Ausschuss-Mitgliedern vorlag, als sie ihre Entscheidung gefällt haben.
  4. die Unterhaltung vorhandenen Spielplätze die Gemeinde schon überfordern würde.
    Nun ja, soll ich mal z.B. die Kosten des Feuerwehrgerätehauses dagegenhalten?

Es geht mir aber nicht nur um den Spielraum für kleine Kinder, sondern auch um eine Kommunikationsmöglichkeit für Mütter bzw. allgemein die Erziehenden.

Heutezutage werden Spielplätze in den immer grösseren, irgendwie unpersönlichen Baugebieten zum Ersatz von Dorfangern und ähnlichen Treffpunkten, wo sich die Einwohner zu einem unverbindlichen Plausch begegneten, ohne gleich den privaten Raum öffnen zu müssen.

Aber vielleicht sehe ich das zu einseitig. Nur, in vielen Gesprächen mit Eltern habe ich es so rausgehört.

Aber, die B-Pläne sind ja noch nicht beschlossen…


  1. Aber, um korrekt zu sein, was anderes ist beim jetzigen Planungsstand auch schwierig. Denn als der Vorentwurf Mitte des Jahres abgestimmt wurde, kamen keine Gegenstimmen auf. Das heisst aber nicht, dass bei der abschliessenden Beratung nach öffentlicher Auslegung keine Änderungen mehr möglich wären, ganz im Gegenteil! [back]

Selent – kein Platz für Kinder und Jugendliche?

Dieser Gedanke drängt sich mir auf, wenn ich das aktuelle Geschehen rund um die Bebauung im Blomenburg-Park betrachte. Dort sollen im Endausbau ca. 300 neue Wohneinheiten entstehen, und es war ein Spielplatz geplant, der nun im Zuge der zur Zeit diskutierten B-Plan-Änderung ersatzlos gestrichen werden soll.

Von Seiten des Investors kann ichs nachvollziehen – Arrondierung des entsprechenden Quartiers und vielleicht Gewinnmaximierung durch einen zusätzlichen Bauplatz in prominenter Lage. Dass die Gemeindevertreter dazu aber noch keine Stellung bezogen haben – quer durch alle Fraktionen wurde es bislang »zur Kenntnis genommen«, wie mensch so schön sagt – ist aber schon erschreckend.

Aber es passt ins Bild – wir haben derzeit einen einzigen Spielplatz, der noch dazu am Rande von Selent liegt. Vor einigen Jahrzehnten war bei der Erschliessung eines neuen Baugebiets ein Spielplatz geplant, aber man ließ sich mit der Umsetzung so lange Zeit, dass seine Errichtung obsolet wurde und man die Fläche an einen Grundstücksnachbar verkaufte.

Als ich auf der öffentlichen Bürgeranhörung im Juni dies angesprochen habe, stellte der Eigentümer des Blomenburg-Geländes, Dietmar Hartmann, es richtig — geplant seien mehrere Angebote für Kinder und Jugendliche im Park-Gelände, darunter ein »Pfad der Sinne« nach Kückinghaus Kükelhaus.

Naja, geplant wurde auf der Burg schon einiges…1 Und wie ich zwischenzeitlich von einer Mitarbeiterin vernehmen durfte, ist die derzeitige Sprachregelung, »der ganze Park ist ein Pfad der Sinne«.
Edit 23.11.06: Ich hatte gestern nachmittag ein langes und intensives Gespräch mit dem Investor, Dietmar Hartmann, und musste feststellen, dass ich die Äusserung seiner Mitarbeiterin falsch ausgelegt hatte.
Er ist fest entschlossen, im Park- und Waldgelände Erlebnispunkte für Kinder und Jugendliche einzurichten, an denen sie unsere Umwelt und die uns umgebende Natur hautnah erleben, be«greifen« können, als Gegenpol zu der reizüberfluteten Bildschirm-Kost, mit der Kinder heutezutage aufwachsen.

(weiterlesen…)


  1. Ich halte mehr von verlässlichen, schriftlichen Zusagen. [back]
Pages: Prev 1 2 3 4 5 6 Next
Warum Firefox? Clicky Web Analytics