Amerikas Ermächtigungsgesetz über mindestens 700.000.000.000 $

Der Plan des US-Finanzministers Paulson zur Rettung des amerikanischen Finanzsektors enthält einige interessante Passagen, so zum Beispiel Section 8:

Decisions by the Secretary pursuant to the authority of this Act are non-reviewable and committed to agency discretion, and may not be reviewed by any court of law or any administrative agency. (Zitat aus HuffPost).

Das muss mensch sich mal vorstellen – die Ergebnisse des Rettungsplanes dürfen nicht durch eine andere Regierungsstelle noch durch unabhängige Gerichte überprüft werden – a real anything goes
Sehr demokratisch…

TZ Blomenburg: Stabiler Internetzugang mit eigener IP nun möglich

So, die Kuh ist jetzt wirklich vom Eis – die monatelang von einem Mieter des TZ angemahnte direkte Internetverbindung wurde gestern hergestellt, und alles läuft nun wie gewünscht.

Da fragt mensch sich, wieso es nicht »gleich« so ging. Aber anscheinend fehlte bislang der technische Sachverstand bei den Verantwortlichen. Aber das scheint Schnee von gestern zu sein.

Hat der Kapitalismus nicht gesiegt, sondern nur sich selbst überlebt?

Fragt Heribert Prantl in einem lesenswerten Artikel in der Süddeutschen Zeitung:

»Der Kapitalismus hat gesiegt. So sagt man, seitdem Kommunismus und Staatssozialismus weltweit gescheitert sind. Mittlerweile drängt sich aber der Eindruck auf, dass der Kapitalismus gar nicht gesiegt, sondern nur überlebt hat, womöglich auch sich selbst. Sieger sehen anders aus.[…]«

Ende mit Schrecken oder Schrecken ohne Ende für den »freien« Finanzmarkt?

[…] the fall of Wall Street is for market fundamentalism what the fall of the Berlin Wall was for communism – it tells the world that this way of economic organization turns out not to be sustainable. In the end, everyone says, that model doesn‹t work. This moment is a marker that the claims of financial market liberalization were bogus.[…]

Lesenswertes Interview mit dem amerikanischen Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz zur Bedeutung der aktuellen Finanzkrise der Weltwirtschaft in der HuffPost.

Chrome und Datenschutz

In den letzten zwei Tagen wird allenthalben viel über den (ungenügenden?) Datenschutz rund um GoogleChrome diskutiert. Es ist mal wieder eine Aufspaltung der Bloggemeinde in intensive Nutzer der GoogleApps (»alles kein Problem mit der Datenübermittlung, die anderen (FF, IE,…) machens ja auch«) einerseits und andererseits diejenigen, denen Google schon viel zu mächtig im Internetz geworden ist und die jede weitere Möglichkeit Googles, Daten verknüpfen zu können, verdammen.

Ich hab mir mal angeschaut, wie man den Browser ein bisschen zugeknöpfter machen kann.

Erstens – die Funktion »Autosuggest« abschalten (bei der wird jede Eingabe in die Adresszeile an die eingestellte(!) Suchmaschine – muss nicht immer Google sein – geschickt):

chrome-0

»Schraubenschlüssel-Symbol – Optionen – Grundeinstellungen – Standarduche verwalten – Häkchen bei »Automatische Vorschläge…« entfernen.

Zweitens – Google istalliert automatisch einen Dienst, der bei jedem Systemstart gestartet wird, den Google Update Service. Den kann mensch entweder mit msconfig.exe ausschalten oder den Taskplanungsdienst entsprechend konfigurieren, dass der Task nicht mehr automatisch gestartet wird.

chrome-1

Hier hätte ich mir allerdings gewünscht, dass Google nicht einfach ungefragt einen Dienst oder Task installiert, sondern den User davon informiert, was auf dem Rechner passieren wird.

Aber, Google ist nicht die einzige Software-Firma, die so etwas macht…

Update 5.9.08: Einen berufenen Beitrag über das Nachhausetelefonieren von Chrome gibt es auf dem Blog von Matt Cutts.

Update 5.9.08, später: Flameblogger war statt browser warSpreeblick contra basic thinking… – wobei, Blogger ehem

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