Blog intern: Screenshot der heutigen Startseite ;)

wordle Naja,
nicht
ganz.
Hab
den
Web-
dienst
Wordle
dazu
benutzt

Internet-Pranger für schlechten Journalismus – SpinSpotter

Auf medienlese.com entdeckt: Amerikanisches Browser-Plugin zum Kennzeichnen von schlechtem Onlinejournalismus – SpinSpotter. Der Begriff Spin bedeutet im angelsächsischen Sprachgebrauch mehr oder weniger einen Euphemismus für Propaganda (Definition auf WikiPedia):

»In public relations, spin is a usually pejorative term signifying a heavily biased portrayal in one’s own favor of an event or situation; it is a euphemism for propaganda. While traditional public relations may also rely on creative presentation of the facts, »spin« often, though not always, implies disingenuous, deceptive and/or highly manipulative tactics. Politicians are often accused of spin by their political opponents.«

SpinSpotters Macher schreiben über ihr Vorhaben:

»We think spin is an epidemic. We have tremendous respect for great journalism, but, sadly, it’s in short supply. When the majority of Americans think the press is »one-sided«, yet only 9% of journalists think declining credibility is a major concern, you know something is broken.

We’d like to de-spin the news, expose the slant and bias, separate the facts from axe-grinding opinion. And we‹d like your help, because spin-spotting takes a volunteer army. Democracy runs smoother when we get the stories straight and the facts right (the founding fathers certainly thought so).« Quelle: SpinSpotter – Mission.

Öfters stößt mensch im Internet auf – mehr oder weniger offensichtlich -ungenau recherchierte Berichte, vermischen Journalisten ihre eigene Meinung kaum merklich mit den eigentlichen Inhalten oder halten eine geringfügig überarbeitete Pressemitteilung einer PR-Abteilung für eine gute Schreibe.

Leider bieten die wenigsten Online-Zeitungen die Möglichkeit, direkt »am Artikel« einen Kommentar abzugeben. SpinSpotter macht es nun möglich:

Hat mensch das Plugin installiert und surft auf eine Seite, wo jemand schon spinspottende Kommentare abgegeben hat, erscheint in der Symbolleiste ein Hinweis darauf (1), die bemängelten Stellen wserden farblich markiert (2), und die Kommentare lassen sich anschliessend anzeigen (3, Zahlen beziehen sich auf untenstehendes Bild).

SpinSpotter

Ronnie Grob von medienlese.com hat dies bei einem Artikel über Sarah Palin im schweizerischen Tagesanzeiger mal durchgeführt.

Das Tool gibt es bislang nur für FF3, eine Version für den InternetExplorer 7 ist in Arbeit.

Interessanter Ansatz, wie ich finde; wobei – unter Umständen findet dann eine Paralleldiskussion statt, die nicht unbedingt ihren Niederschlag im auslösenden Medium finden muss. Ich bin gespannt, wie die Macher es zu verhindern wissen, dass die Qualität der Beiträge stimmt, denn es ist denkbar, dass auf den Webseiten von SpinSpotter sich »Schlammschlachten« um unbeliebte Redakteure der einen oder anderen Couleur entwickeln…

Blogger sperren Google Chrome aktiv aus – WP-Plugin Chrome Blocker

Das ging aber schnell – kaum war Googles Browser unterwegs, wurde vom Nachtwächter (Lumières dans la nuit) ein WordPress-Plugin geschrieben, das Besucher, die mit Chrome unterwegs sind, von seinem Blog aussperrt:

[…]Diese Datensammlung wird sich durch gezieltes Protokollieren Ihrer gesamten Netznutzung noch vergrößern, wenn Sie weiterhin diese als Browser getarnte Schnüffelsoftware verwenden. Ich betrachte es darüber hinaus als unverschämt, dass sich Google nicht im Datensammeln beschieden hat und sich auch noch mit einem dreisten Trick die Rechte an den Inhalten des Internet erschleichen wollte, ohne sich bislang bei den vielen Gestaltern des Internet auch nur für diesen Griff ins Klo zu entschuldigen. […]

google-is-evil-wordpress-plugin

Ach ja, falls sich jemand mit Chrome auf diese Site verirrt – der Link im obigen Text verweist auf den Artikel »Warnung vor Chrome« auf Lumières, der in Chrome ja nicht angezeigt wird…

Grund für die Erstellung des Plugins scheint der unverschämte Versuch von Google gewesen zu sein, sich ein Verwertungsrecht sämlicher vom Browser übermittelten Daten anzueignen (s. oben zitierten Artikel).

Chrome und Datenschutz

In den letzten zwei Tagen wird allenthalben viel über den (ungenügenden?) Datenschutz rund um GoogleChrome diskutiert. Es ist mal wieder eine Aufspaltung der Bloggemeinde in intensive Nutzer der GoogleApps (»alles kein Problem mit der Datenübermittlung, die anderen (FF, IE,…) machens ja auch«) einerseits und andererseits diejenigen, denen Google schon viel zu mächtig im Internetz geworden ist und die jede weitere Möglichkeit Googles, Daten verknüpfen zu können, verdammen.

Ich hab mir mal angeschaut, wie man den Browser ein bisschen zugeknöpfter machen kann.

Erstens – die Funktion »Autosuggest« abschalten (bei der wird jede Eingabe in die Adresszeile an die eingestellte(!) Suchmaschine – muss nicht immer Google sein – geschickt):

chrome-0

»Schraubenschlüssel-Symbol – Optionen – Grundeinstellungen – Standarduche verwalten – Häkchen bei »Automatische Vorschläge…« entfernen.

Zweitens – Google istalliert automatisch einen Dienst, der bei jedem Systemstart gestartet wird, den Google Update Service. Den kann mensch entweder mit msconfig.exe ausschalten oder den Taskplanungsdienst entsprechend konfigurieren, dass der Task nicht mehr automatisch gestartet wird.

chrome-1

Hier hätte ich mir allerdings gewünscht, dass Google nicht einfach ungefragt einen Dienst oder Task installiert, sondern den User davon informiert, was auf dem Rechner passieren wird.

Aber, Google ist nicht die einzige Software-Firma, die so etwas macht…

Update 5.9.08: Einen berufenen Beitrag über das Nachhausetelefonieren von Chrome gibt es auf dem Blog von Matt Cutts.

Update 5.9.08, später: Flameblogger war statt browser warSpreeblick contra basic thinking… – wobei, Blogger ehem

Google Picasa 3 Beta – nun gehts Schlag auf Schlag?

Gestern erst der neue Google-Browser Chrome, heute die aktuelle Dreierausgabe der googleschen Bildverwaltung Picasa (Features…). Ebenfalls eine Beta-Version, wohlgemerkt.

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